Gründung des Industriearbeitskreises Feinschneiden (AKF) - 32 Firmen forschen in Zukunft gemeinsam

23.09.2016

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Dr.-Ing. Andreas Feuerhack

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Am 23. September 2016 fand im Tagungsraum Nord/Süd des Manfred Weck Hauses im Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen die große Eröffnungsveranstaltung zum neugegründeten Industriearbeitskreis Feinschneiden (AKF) statt.

  Eine Maschine der Feinschneideanlage des WZLs. Urheberrecht: WZL Die Feinschneidanlage am WZL ist weltweit einzigartig. Die Kombination aus der Coil-Anlage der Fa. ARKU und die servome-chanische Feinschneidpresse XFT 2500 speed der Fa. Feintool ermöglicht die Erforschung des Feinschneidens der Zukunft.

Wirtschaftlichkeit und Präzision sind die zwei wesentlichen Merkmale der Feinschneidtechnik, die das Verfahren zur Cutting-Edge-Technologie machen. Um diesen Vorsprung gegenüber alternativen Technologien auszubauen, müssen Feinschneidbetriebe aktuelle Trends bedienen, die durch Schlagworte wie höherfeste Blechwerkstoffe, geometrisch hochkomplexe Umform-Schneid-Komponente, umweltfreundliche Schmierstoffe sowie Digitalisierung der Wertschöpfungskette im Kontext der Thematik Industrie 4.0 umschrieben werden. Hieraus resultieren vielfältige technologische Herausforderungen, mit denen sich jeder Feinschneidbetrieb in ähnlicher Form konfrontiert sieht. Im industriellen Alltag ist es dabei oftmals schwierig, alle Herausforderungen gleichermaßen zu bedienen. Der neugegründete Arbeitskreis wird künftig diesen aktuellen Herausforderungen begegnen.

32 neue Mitglieder aus Deutschland, Österreich, Schweiz, den Niederlanden und Spanien bilden zusammen mit dem Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen die erste Forschungs-Community zum Thema „Feinschneiden“.

Wir freuen uns über die große und positive Resonanz aus der Feinschneide-Industrie um künftig gemeinsam an den relevanten Themen der Branche zu forschen.

Dr.-Ing. Patrick Mattfeld, Leiter des Arbeitskreises AKF und geschäftsführender Oberingenieur am Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren

Eine homogene Zusammensetzung aus Großunternehmen und KMU´s gestalten das branchenübergreifende Netzwerk. Durch den Zusammenschluss von Experten auf dem Gebiet der Feinschneidtechnologie sowie die Expertise von Unternehmen aus den Bereichen Werkzeugtechnik, Schmierstofftechnik, Werkstofftechnik, usw. entsteht eine exzellente Basis für anspruchsvolle Gemeinschaftsforschung.

Technologischer Vorsprung durch neue Zusammenarbeit

Das Bestreben des Industriearbeitskreises wird die Generierung eines technologischen Vorsprungs durch die gezielte Bearbeitung von relevanten Forschungsprojekten sein, um den Mitgliedern einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Der Industriearbeitskreis ist zusätzlich eine aktive Wissensdrehscheibe für den regen Erfahrungsaustausch zwischen Anwendern, Feinschneidproduzenten, Werkzeug- sowie Werkstoffherstellern und Schmierstoffherstellern.

Durch die Zusammenführung der verschiedenen Fachexpertisen können die technologisch komplexen Wechselwirkungen beim Feinschneiden auf höchstem Niveau erforscht und diskutiert werden. Dies ermöglicht eine fundierte wissenschaftliche Forschung unter industriellen Randbedingungen.

Aus den verschiedenen Bedürfnissen der Mitglieder entsteht das jährliche Forschungsprogramm des Industriearbeitskreises. Die Forschungsthemen orientieren sich am Bedarf und werden durch die Mitglieder definiert. Potenzielle Themenfelder sind alternative Werkstoffe, die numerische Modellierung und Prozessdesign sowie die Tribologie und Oberflächengestaltung. Am Gründungstag wurden zwei experimentelle Projekte definiert und eine relevanten Studie aufgesetzt. Innerhalb der kommenden zwölf Monate wird an diesen Projekten gearbeitet und geforscht.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Industriearbeitskreises Feinschneiden (AKF).