Landleuchten – Digitale Wiedererweckung des Dorfs

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.11.2019 bis 31.01.2023
Organisationseinheit:
Lehrstuhl für Produktionssystematik, Fabrikplanung, Fahrzeugproduktion
Fördergeber:
Bundesministerium für Digitales und Verkehr BMDV
Status:
Laufend

Forschungspartner

    • Human Computer Interaction Center HCIC der RWTH Aachen
    • Arbeitsgruppe Verteilte Systeme am Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier
    • PSI Logistics GmbH
    • Innoloft GmbH

Kontakt

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+49 1515 1526195

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Die Wertschöpfungskette im Einzelhandel wird zunehmend durch global agierende Konzerne bestimmt. Durch die rasante Entwicklung des E-Commerce gelingt es großen Konzernen, über den Online-Handel neue Kundensegmente zu erschließen und Marktanteile zu gewinnen. Gerade im ländlichen Raum führt der starke Zuwachs im Online- und Versandhandel zu soziostrukturellen, wirtschaftlichen und logistischen Herausforderungen. Einzelhändler und kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) können mit der umfassenden Informationsbereitstellung, sowie zeitnahen Auslieferung und günstigen Preisgestaltung großer, skalierbarer Onlineportale oft nicht mithalten.

Das soziale und funktionale Überleben ländlicher Räume und Wiederanbindung der Bevölkerung an Mobilitätsdienste, Handel und Einkaufsmöglichkeiten sowie Teilhabe an einem kulturell-sozialen Leben ist essentiell. Um das zu ermöglichen, werden im Projekt autonome regionale Bring- und (Personen-) Transportdienste konzeptioniert und umgesetzt. Diese benötigen autonome Transportmittel und einen Informations-Service, der kontinuierlich alle transportierten Güter und Dienste koordiniert und zudem eine Kommunikationsplattform schafft, die die Koordination des cyberphysischen Transport-Dienstes übernimmt. Zur Umsetzung wird im Rahmen des Projekts ein Fahrzeug mit automatisierten Fahrfunktionen ausgestattet und mit einem Informations-Service-gesteuerten Zugang erweitert.

Die Endanwendung umfasst ein Buchungs- und Markplatzsystem. Die Mobilitätsdienstleistungen werden von und mit Bürgern und Unternehmen der Region erarbeitet und werden im Projektverlauf in die Endanwendung integriert.

Alle sich daraus ergebenden datenbasierten Dienste werden auf einer offenen Plattform dezentral umgesetzt. Das System soll deshalb offengehalten werden, um Bürgern zu ermöglichen, neue Ideen für einen Mobilitätsdienst einstellen und/oder Entwicklern zu ermöglichen, das System erweitern zu können. Auf diese Weise entsteht ein cyber-physisches soziales Netz für mobile Dienste.

Die Führung des Projektes erfolgt durch die PSI GmbH.