Künstliche Intelligenz für lernförderliche industrielle Assistenzsysteme (KI-LIAS)

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
23.11.2020 bis 22.11.2023
Organisationseinheit:
Lehrstuhl für Produktionssystematik, Produktionsmanagement
Fördergeber:
Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Projektträger: gsub mbH – Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH
Status:
Laufend

Forschungspartner

    • FIR e.V. an der RWTH Aachen
    • Institut für Arbeitswissenschaft an der RWTH Aachen (IAW)
    • Beiersdorf AG
    • Dipl. Ing. Horstmann GmbH
    • Scherzinger Pumpen GmbH & Co. KG
    • Miele
    • d-ialogo
    • Belfor DeHaDe GmbH
    • Stacke GmbH
    • Mauser + Co. GmbH
    • Peers Solutions GmbH
    • WBA Aachener Werkzeugbau Akademie GmbH

     

Kontakt

Name

Jan Maetschke

Gruppenleiter

Telefon

work
+49 241 80 28210

E-Mail

E-Mail
 

Förderhinweis

Das Forschungsprojekt wird im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin begleitet.

 

 

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) hat bereits zu Veränderungen der Arbeits- und Beschäftigungssituation vieler Beschäftigter geführt und lässt weitere, radikale Auswirkungen erwarten. Die Arbeitsforschung ist sich weitgehend einig darüber, dass mit der Einführung von KI und digitalen Assistenzsystemen sowohl Potentiale als auch Risiken verbunden sind. Während KI im Bereich maschineller Automatisierung bereits erfolgreich zum Einsatz kommt, sieht sich die Nutzung insbesondere in der unmittelbaren Kollaboration mit Beschäftigten noch vor große Herausforderungen gestellt. Die Potentiale von KI können nur bei bestehendem Vertrauen und bestehender Akzeptanz der Beschäftigten in die Wirksamkeit und den Nutzen entsprechender Anwendungen realisiert werden. Eine unzureichende Beteiligung der Beschäftigten an den relevanten Veränderungsprozessen führt jedoch in der Regel zu Misstrauen und fehlender Akzeptanz gegenüber KI-Anwendungen. Systeme werden in der Konsequenz nur eingeschränkt genutzt, was aufgrund des somit fehlenden Feedbacks aus der Trainings- und Einführungsphase zu Problemen in der Ergebnisqualität und somit zu einer verstärkten Ablehnung der Systeme führen kann.

Ziel des Projektes KI-LIAS ist daher die Entwicklung und Erprobung eines Vorgehens zur akzeptanzbasierten Anwendungsentscheidung, Entwicklung, Einführung und Nutzung lernförderlicher KI-Anwendungen in produzierenden Unternehmen im Zuge eines Experimentierraums der Initative neue Qualität der Arbeit (INQA). Das umfassende Projektkonsortium setzt sich hierbei unter Leitung des Werkzeugmaschinenlabors der RWTH Aachen aus 13 Industrie-, Technologie- und Forschungspartnern zusammen. Als Konsortialpartner arbeiten sowohl KMU als auch Großunternehmen der produzierenden Industrie mit am Projekt. Unter den jeweils spezifischen Herausforderungen der Beschäftigten bei KMU sowie Großunternehmen werden Einführungsprozesse und kollaborative KI-Anwendungen entworfen, um sowohl die Arbeitsprozesse und -bedingungen als auch die Arbeitsergebnisse der Beschäftigten nachhaltig zu verbessern und so die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen produzierenden Industrie langfristig zu sichern. Der gewählte Lösungsansatz fokussiert hierbei die kontinuierliche Einbindung der relevanten Beschäftigten durch Entwicklung, Einführung und Nutzung einer prototypischen KI-Anwendung je Anwendungspartner.