Ein systemisches Management-Modell für die Fabrikplanung

  • A systemic management model for factory planning

Dannapfel, Heinrich Matthias; Schuh, Günther (Thesis advisor); Burggräf, Peter (Thesis advisor)

1. Auflage. - Aachen : Apprimus Verlag (2020)
Buch, Doktorarbeit

In: Ergebnisse aus der Produktionstechnik 40/2019
Seite(n)/Artikel-Nr.: 1 Online-Ressource (XVI, 283 Seiten) : Illustrationen, Diagramme

Dissertation, RWTH Aachen University, 2019

Kurzfassung

Ein globaler Wettbewerb sowie ein rasanter technologischer Fortschritt zwingen die Unternehmen, sich ständig zu verändern und anzupassen. Aufgabe der Fabrikplanung ist es in diesem Zusammenhang, Fabriken zu planen und zu realisieren, die kurzfristig profitabel arbeiten, gleichzeitig aber in einem dynamischen Umfeld strategische Handlungsspielräume eröffnen. Außerdem erhöht sich die Frequenz, mit der Fabriken neu- bzw. umgeplant werden müssen. Dies hat zur Folge, dass Fabrikplanung, neben dem klassischen Projekt-, zunehmend einen strategischen Charakter entwickelt. Diese Entwicklung bietet Potenziale und Herausforderungen zugleich. Potenziale, da vermehrt Synergien im Kontext von Prozessen, Know-how und verwendeten Werkzeugen gehoben werden können. Herausforderungen ergeben sich aus der Tatsache, dass die Fabrikplanung ein komplexes sozio-technisches System darstellt.Um die angesprochenen Herausforderungen zu adressieren und effektive wie effiziente Fabrikplanung zu ermöglichen, wird in dieser Arbeit unter Nutzung der Lehren und Instrumente des systemischen Managements, insb. des Modells lebensfähiger Systeme (VSM), ein Management-Modell für die Fabrikplanung entworfen. Die Struktur des Modells umfasst zwei Ebenen. In der Projektebene erfolgt die Vorbereitung und Durchführung operativer Fabrikplanungsprojekte. In Ergänzung zur Projektebene wird eine übergeordnete Management-Ebene eingeführt, die sich an das systemische Management anlehnt und normative, strategische und operative Elemente umfasst. Auf normativer Ebene wird die Vision der Fabrikplanung entwickelt, es werden kulturelle Leitplanken gesetzt und die grundlegende Organisation wird festgelegt. Auf strategischer Ebene werden strategische Erfolgspotenziale für die Fabrikplanung definiert und in der Folge besetzt. Die operative Managementebene verantwortet das übergeordnete (Multi-)Projektmanagement, sie koordiniert die einzelnen Projekte mit dem Ziel der Maximierung von Synergien. Verbunden sind die Projekt- und die Management-Ebene über ein Wissensmanagement. Dieses versorgt die Projektverantwortlichen mit dem notwendigen Wissen und den richtigen Instrumenten. Während des Projekts und zu Projektende spielen die Projekte ihre Erfahrungen in das Wissensmanagement zurück. Im Projektverlauf nutzt das operative Management diese Informationen zur Koordination. Auf strategischer Ebene werden die rückgemeldeten Informationen ausgewertet und für die langfristige Weiterentwicklung der Fabrikplanung genutzt.

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