Kostenoptimierte medizintechnische Herstellprozesse durch Integration von Technologie- und Prüfplanung - Imhotep

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.06.2020 bis 31.05.2022
Organisationseinheit:
Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement, Model-based Systems
Fördergeber:
Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG
Status:
Laufend

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Veränderte gesetzliche Auflagen sowie verkürzte Produktlebenszyklen und daraus folgende Anpassungen von Produkten und deren Herstellung stellen vor allem Medizintechnikunternehmen vor Herausforderungen. Denn sowohl Produkte als auch Fertigungs- und Prüfprozesse müssen nach Anpassungen erneut zertifiziert werden. Daraus ergibt sich ein Bedarf an systematischen Methoden zur wirtschaftlichen Technologie- und Prüfplanung in der Medizintechnik. Eine Besonderheit der Branche ist der hohe Anteil der Prüf- an den Herstellkosten. Technologie- und Prüfplanung müssen also integrativ betrachtet werden, um einen kostenoptimierten Herstellungsprozess erzielen zu können.

Neben konventionellen Prüfprozessen ergeben sich zusätzliche Kosteneinsparungspotenziale durch die Nutzung von Prognosemodellen zur Vorhersage von Bauteilmerkmalen. Für den Einsatz von Prognosemodellen in der Medizintechnik fehlen jedoch methodische Grundlagen, wie diese zu gestalten und einzusetzen sind, um den Ansprüchen einer Zertifizierung zu genügen.

Den ersten Schwerpunkt des Projektes Imhotep bildet die Entwicklung einer Methodik zur systematischen Anpassung von Fertigungsprozess- und Prüffolgen als Reaktion auf eine Bauteiländerung. Die Methodik umfasst die Ableitung von Anpassungsalternativen für die bestehende Fertigungsprozess- und Prüffolge, die Analyse der Änderungsfortpflanzung innerhalb dieser und die wirtschaftliche Bewertung der analysierten Anpassungsalternativen. Die Methodik bildet so einen wichtigen Bestandteil zur kostenoptimierten Herstellung medizintechnischer Bauteile. Den zweiten Schwerpunkt bildet die Entwicklung einer Methodik zur Anwendung von Prognosemodellen der Fertigungsprozess- und Prüffolgen. Anhand der Methodik werden Technologie- und Prüfplaner dabei unterstützt, Schnittstellen zu identifizieren, an denen Prognosemodelle bspw. zur Substitution teurer Prüfprozesse angewandt werden können, um so die Herstellkosten für medizintechnische Bauteile zu senken.
Mit dem Methodenbaukasten zur integrativen Erstellung und Anpassung von Fertigungsprozess- und Prüffolgen können Unternehmen die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Herstellung sicherheitskritischer Bauteile der Medizintechnik sicherstellen.