Kick-off zum Intensivarbeitskreis Komplexitätsmanagement

26.01.2021

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Christian Dölle

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Erschließung individueller Unternehmenspotenziale im Komplexitätsmanagement

 

Welche Anforderungen stellt der Markt an Produkte? Welche Varianten werden benötigt, um eine marktseitig geforderte Vielfalt abzudecken? Wie können Baukasten- und Standardisierungsansätze dabei unterstützen, verschiedene Varianten möglichst effizient abzubilden? Wie wird eine vollständige Transparenz über das Produktportfolio hergestellt, die dazu befähigt, abzukündigende Varianten zu identifizieren? Welche ergänzenden Services werden für eine effiziente Transformation zum ganzheitlichen Lösungsanbieter benötigt?

Diese vielfältigen Fragestellungen zeigen: Komplexitätsmanagement ist heute aktueller denn je. Obwohl viele Unternehmen das Thema bereits proaktiv angehen, sind nach wie vor Handlungsmuster zu beobachten, die sich als „Teufelskreis der Komplexität“ beschreiben lassen. Ein stagnierender oder rückläufiger Absatz führt oftmals zum Drang der Erschließung neuer Marktsegmente, die durch neue Produkte und Produktvarianten eine Erhöhung der internen Komplexität bedingen. Die Komplexitätskosten, also die durch die neuen Varianten direkt und indirekt verursachten internen Kosten, steigen und veranlassen die Unternehmen zur Umverteilung der Overheadkosten auf alle Varianten, wodurch die Standardvarianten ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren. In der Konsequenz ist ein sinkender Absatz zu verzeichnen, der wiederum zur Erschließung neuer Marktsegmente mit neuen Produkten führt.

  Geometrische Formen, die miteinander verbunden sind Urheberrecht: © Bild: Fotolia Der Intensivarbeitskreis Komplexitätsmanagement unterstützt Unternehmen künftig darin, den „Teufelskreis der Komplexität“ zu durchbrechen

Um den „Teufelskreis der Komplexität“ zu adressieren, ist eine durchgängige Transparenz über Marktanforderungen, das Produktportfolio und den Status einzelner Varianten unerlässlich. Besonders der digitale Wandel bietet hierbei weitreichende Potenziale, weil Daten über das Produkt zunehmend verfügbar werden.

Zur Erschließung dieser Potenziale muss das Komplexitätsmanagement ganzheitlich entlang der gesamten Wertschöpfungskette verstanden sowie mit der übergeordneten Strategie des Unternehmens abgeglichen werden. Die Reduktion und Beherrschung der Komplexität beschränkt sich nicht nur auf die Phase der Entwicklung, sondern ebenso auf die Bereiche Beschaffung und Produktion, Vertrieb sowie die Phase der Nutzung. Für jedes Unternehmen gilt es, die individuell wirksamsten Stellhebel des Komplexitätsmanagements zu identifizieren und entsprechende Kompetenzen aufzubauen.

Projektpartner für den Intensivarbeitskreis gesucht!

Mit dem Ziel, Unternehmen bei der Implementierung von Komplexitätsmanagement zu unterstützen, initiiert die Abteilung Innovationsmanagement des Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen zusammen mit der Complexity Management Academy den Intensivarbeitskreis Komplexitätsmanagement. Mithilfe individuell zugeschnittener Case Studies werden die Potenziale des Komplexitätsmanagements in den teilnehmenden Unternehmen identifiziert und erarbeitet. Über die Projektlaufzeit von zwei Jahren lernen die Unternehmen zudem die Case Studies der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennen und bauen sich damit ein wertvolles Expertennetzwerk zum Komplexitätsmanagement auf.

Interessierte Unternehmen sind herzlich dazu eingeladen, Teil des Intensivarbeitskreises Komplexitätsmanagement zu werden. In Kooperation mit den weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern können die individuellen Potenziale im Komplexitätsmanagement diskutiert und erschlossen werden.

Weitere Informationen zum Arbeitskreis finden Sie auf der Website der Complexity Management Academy.