Arbeitskreis Feinschneiden legt Roadmap für das nächste Jahr fest

17.11.2020

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Feinschneiden mit Hartmetall, Schneidstempelverschleiß sowie neue Mobilitätskonzepte für das Feinschneiden stehen 2021 im Fokus

  Große Personengruppe in einem Besprechungsraum Urheberrecht: WZL Im Jahr 2019 fand die Jahresmitgliederversammlung des Arbeitskreises Feinschneiden noch vollbesetzt im Manfred-Weck-Haus statt

Am 10. und 11. November 2020 fand die erste virtuelle Jahresmitgliederversammlung des Industriearbeitskreises Feinschneiden (AKF) statt. Der 2016 gegründete Arbeitskreis besteht aus 35 ordentlichen Mitgliedern aus Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Kanada und Spanien und bildet zusammen mit dem Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen die erste Forschungsgemeinschaft zum Thema Feinschneiden.

Aufgrund der Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie fand die Jahresmitgliederversammlung in diesem Jahr erstmals in einem digitalen Format statt. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation konnten drei Firmen durch das Mitgliedervotum als neue Mitglieder in den Arbeitskreis aufgenommen werden. Nach einem ereignisreichen Jahr wurden die Forschungsergebnisse aus den Projekten „Feinschneiden mit Hartmetall“, „Bewertung der Feinschneidbarkeit von Blechwerkstoffen“ sowie der Studie „Politisch orientiertes Risikomanagement“ präsentiert und diskutiert. Im Projekt „Feinschneiden mit Hartmetall“ ist es 2020 erstmals gelungen, Hartmetall prozesssicher als Stempelwerkstoff zum Feinschneiden von hochfestem Stahlblech einzusetzen. Darüber hinaus wurde der Entwicklungsfortschritt zur Anwendung der Körperschallanalyse für das „tool state monitoring“ präsentiert.

  Kleine Personengruppe in einem Besprechungsraum Urheberrecht: WZL In diesem Jahr tagte der AKF Corona-bedingt mit kleinem WZL-Team vor Ort und allen anderen Mitgliedern online zugeschalten.

Das jährliche Forschungsprogramm des Industriearbeitskreises entsteht aus den verschiedenen Bedürfnissen der Mitglieder. Gemeinsam werden im Jahr 2021 die Themen „Feinschneiden mit Hartmetall“ und „Feinschneidbarkeit von Werkstoffen mit Fokus auf Schneidstempelverschleiß“ sowie eine Studie zum Thema „Wasserstoff Potenziale und Risiken neuer Mobilitätskonzepte für das Feinschneiden“ erarbeitet. Zudem wird die Körperschallanalyse am WZL weiter bis zur Marktreife entwickelt.

Eine homogene Zusammensetzung aus Großunternehmen und KMUs gestaltet das branchenübergreifende Netzwerk. Durch den Zusammenschluss von Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Feinschneidtechnologie sowie durch die Expertise von Unternehmen aus den Bereichen Werkzeugtechnik, Schmierstofftechnik, Werkstofftechnik und Anlagentechnik entsteht eine exzellente Basis für anspruchsvolle, vorwettbewerbliche Gemeinschaftsforschung. Ziel ist die Generierung eines technologischen Vorsprungs, durch die gezielte Bearbeitung von relevanten Forschungsprojekten, um den Mitgliedern einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Der Industriearbeitskreis ist zusätzlich eine aktive Wissensdrehscheibe für den regen Erfahrungsaustausch zwischen Anwendern und Feinschneidproduzenten sowie Werkzeug-, Werkstoff- und Schmierstoffherstellern. Durch die Zusammenführung der verschiedenen Fachexpertisen können die technologisch komplexen Wechselwirkungen beim Feinschneiden auf höchstem Niveau erforscht und diskutiert werden. Dies ermöglicht eine fundierte wissenschaftliche Forschung unter industriellen Randbedingungen.