AIXPERIMENTATIONlab (Augmented Intelligence Experimentation Laboratory – Augmented Intelligence zur Mitarbeiterunterstützung in Entscheidungssituationen)

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
08.10.2020 bis 07.10.2023
Organisationseinheit:
Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement, Organizational Development
Fördergeber:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Status:
Laufend

Forschungspartner

    • RWTH Aachen University
    • FH Augsburg
    • HEIM & HAUS Bauelemente Produktionsgesellschaft mbH
    • Aumüller Aumatic GmbH
    • aixtema GmbH
    • ver.di

Kontakt

Name

Ina Heine

Oberingenieurin

Telephone

work Phone
+49 241 80 25782

E-Mail

 

Mit dem AIXPERIMENTATIONlab (Augmented Intelligence Experimentation Laboratory – Augmented Intelligence zur Mitarbeiterunterstützung in Entscheidungssituationen) wird ein institutionalisiertes Format für die Gestaltung, Entwicklung, Nutzung und Diffusion von menschzentrierten Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) geschaffen.

Die zentrale Idee ist es, die relativen Vorzüge von KI-Methoden mit den relativen Vorzügen menschlicher Urteilskraft in einen guten Entscheidungsprozess zu bringen, der die arbeitspsychologische Belastung und Beanspruchung von Mitarbeitenden in Arbeitsbereichen des Service und Kundendienstes reduziert. Hierzu wird in dem Vorhaben ein transdisziplinärer und transformativer Forschungsansatz gewählt: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der RWTH Aachen und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg forschen gemeinsam mit Mitarbeitenden und Führungskräften betrieblicher Anwenderunternehmen (HEIM & HAUS Bauelemente Produktionsgesellschaft mbH, HUH; Aumüller Aumatic GmbH, AUM; aixtema GmbH, AIX) und Zugehörigen der Gewerkschaft ver.di.

Der Untersuchungsraum wird durch drei typische Arbeitsbereiche der Anwenderunternehmen aufgespannt. Durch die stetig steigende Menge an internen Produkt- und Produktbegleitdaten sowie externen Felddaten und Kundeninformationen, kommt es bereits heute zu einer Informationsüberlastung. Zusätzlich sind die Mitarbeitenden mit externen Faktoren (z. B. Kundenerwartung an schnelle Reaktionszeiten) konfrontiert, die als belastend wahrgenommen werden. Zusammengenommen führen diese Entwicklungen vermehrt zur Beanspruchung, welche sich insbesondere in kurzfristigen Entscheidungssituationen in Form von Stress und Abwehrhaltung der Mitarbeitenden zeigt. Durch die partizipative Entwicklung menschzentrierter KI-Anwendungen zur Entscheidungsunterstützung werden die Problemstellungen adressiert. Im Vordergrund steht dabei die Gestaltung einer aus Sicht der Mitarbeitenden „optimalen“ Mensch-KI-Schnittstelle. Die praxistauglichen KI-Anwendungen werden zunächst im AIXPERIMENTATIONlab entwickelt und erprobt und anschließend bei HUH, AUM und AIX im betrieblichen Alltag angewendet. In diesem Zusammenhang werden empirisch belegbare Hinweise im Hinblick auf Belastungs- und Beanspruchungswirkungen durch menschzentrierte KI-Anwendungen gesammelt. Die Erkenntnisse werden in ein Transformationskonzept übertragen, das alle relevanten Aspekte der KI-Einführung in betriebliche Arbeitssysteme berücksichtigt.