AIMS – Applying Interoperable Metadata Standards

28.07.2020

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Neues Forschungsvorhaben unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Robert Schmitt zur Hilfe bei der Erstellung von Metadatenstandards im Bereich Maschinenbau bewilligt

  Messsysteme Urheberrecht: WZL Der „Virtual Metrology Frame“ als Use-Case im Forschungsprojekt AIMS

Damit Forschungsdaten langfristig auffindbar und interpretierbar sind, ist eine präzise und nachvollziehbare Dokumentation mithilfe von Metadaten von entscheidender Bedeutung. Dies gilt zunächst für die aktive Nutzung der Daten während des Forschungsprozesses, aber auch danach, wenn die Daten bereits archiviert wurden. Dabei ist es insbesondere für die Auffindbarkeit wichtig, dass Metadaten dokumentierten Standards folgen, die auf die spezifischen Anforderungen beispielsweise des Datentyps und der wissenschaftlichen Disziplin zugeschnitten sind. Zudem benötigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neben geeigneten Standards auch entsprechende Werkzeuge, Methoden und eine Infrastruktur, welche die Erstellung und Nutzung von Metadaten unterstützt. Gegenwärtig sind diese Voraussetzungen nur für eine sehr begrenzte Anzahl von wissenschaftlichen Disziplinen erfüllt.

Unter dem Begriff Metadaten fassen sich alle zusätzlichen Informationen wie Angaben zum Datenformat oder zur Veröffentlichung zusammen, die zur Interpretation von Forschungsdaten nötig sind. Für die meisten Disziplinen, darunter auch der Maschinenbau, stehen jedoch keine adäquaten Metadatenstandards zur Verfügung. Zudem erfolgt die Verwaltung von Forschungsdaten im Bereich des Maschinenbaus in der Regel auf Grundlage einfacher Dateisysteme und stützt sich auf die manuelle Organisation von Verzeichnissen, Dateien und Metadaten. Infolge werden Metadaten lediglich von Fall zu Fall erstellt sowie oftmals inkonsistent und unauffindbar abgespeichert.

Interoperable Standards für ein erfolgreiches Forschungsdatenmanagement

Das Forschungsprojekt „AIMS – Applying Interoperable Metadata Standards“, welches vom Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement des WZL unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Robert Schmitt gemeinsam mit dem IT Center der RWTH Aachen, dem Institut für Fluidsystemtechnik der TU Darmstadt sowie der Universitäts- und Landesbibliothek der TU Darmstadt durchgeführt wird, verfolgt daher zwei wesentliche Ziele: Zum einen die Schaffung einer Umgebung, die es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen soll, Metadatenstandards zu erstellen, auszutauschen und wiederzuverwenden, die den spezifischen Bedürfnissen der Disziplin Maschinenbau entsprechen. Zum anderen sollen Werkzeuge und Arbeitsabläufe entwickelt werden, die für die mühelose Erstellung standardisierter Metadaten eingesetzt werden können.

Für ein erfolgreiches Forschungsdatenmanagement sollen dabei interoperable Standards für disziplinspezifische Metadaten geschaffen werden. Der Schwerpunkt des WZL liegt hierbei auf der Entwicklung eines einheitlichen Metadatenstandards für die Ingenieurwissenschaften sowie eines in diesem Zuge nötigen Vokabulars. Dies beinhaltet seitens des WZL neben der Darstellung des Projekts und der Projektergebnisse eine Beschreibung der Rohdaten, der Datenformate sowie der technischen Komponenten zur Generierung und Speicherung der Daten. Zudem stellt das WZL den „Virtual Metrology Frame“ (kurz: „VMF“) als Use-Case für das Forschungsprojekt. Im VMF werden Daten von und über verteilte Messsysteme zusammengeführt, gespeichert und verarbeitet. Im Forschungsprojekt AIMS soll der VMF um die Metadatenstandards erweitert werden.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt „AIMS – Applying Interoperable Metadata Standards“ finden Sie auf der Projektseite des WZL.