AIMS – Applying Interoperable Metadata Standards

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.07.2020 bis 01.07.2023
Organisationseinheit:
Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement, Organizational Development
Fördergeber:
Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG)
Status:
Laufend

Forschungspartner

    • WZL der RWTH Aachen
    • IT Center der RWTH Aachen University
    • Institut für Fluidsystemtechnik der TU Darmstadt
    • Universitäts- und Landesbibliothek der TU Darmstadt

Kontakt

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+49 171 561 8845

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Eine präzise und nachvollziehbare Dokumentation mit Hilfe von Metadaten ist für die langfristige Auffindbarkeit und Interpretierbarkeit von Forschungsdaten von entscheidender Bedeutung. Dies gilt sowohl für die aktive Nutzung der Daten während des Forschungsprozesses als auch danach, wenn die Daten bereits archiviert wurden. Metadaten bezeichnen alle zusätzlichen Informationen (beispielsweise Angaben zum Datenformat oder zur Veröffentlichung), die zur Interpretation von Forschungsdaten nötig sind. Forschungsdaten sind (digitale) Daten (beispielsweise audiovisuelle Aufnahmen, Surveydaten), die während eines Forschungsprozesses entstehen oder sein Ergebnis sind. Daher ist es insbesondere im Sinne der Auffindbarkeit wichtig, dass Metadaten dokumentierten Standards folgen, die auf die spezifischen Anforderungen, wie beispielsweise des Datentyps oder der wissenschaftlichen Disziplin im Projekt Maschinenbau zugeschnitten sind. Zudem benötigen Wissenschaftler neben geeigneten Standards, auch entsprechende Werkzeuge, Methoden und eine Infrastruktur, welche die Erstellung und Nutzung von Metadaten unterstützt.

Gegenwärtig werden diese Voraussetzungen jedoch nur für eine sehr begrenzte Anzahl von wissenschaftlichen Disziplinen erfüllt. Für die meisten Disziplinen, darunter auch der Maschinenbau, stehen keine adäquaten Metadatenstandards zur Verfügung. Für den Bereich der Ingenieurwissenschaften führen die von der RDA Metadata Standards Directory Working Group und dem Digital Curation Centre gepflegten Sammlungen von Metadatenstandards nur fünf Standards auf, von denen keiner spezifisch für den Maschinenbau ist. Zudem erfolgt die Verwaltung von Forschungsdaten im Bereich des Maschinenbaus in der Regel auf Grundlage einfacher Dateisysteme und stützt sich auf die manuelle Organisation von Verzeichnissen, Dateien und Metadaten. In der Folge werden Metadaten lediglich von Fall zu Fall erstellt und oftmals inkonsistent und unauffindbar abgespeichert.

Das Forschungsprojekt AIMS verfolgt daher zwei wesentliche Ziele. Das erste ist die Schaffung einer Umgebung, die es Wissenschaftlern ermöglichen soll, Metadatenstandards zu erstellen, auszutauschen und wiederzuverwenden, die den spezifischen Bedürfnissen ihrer Disziplin entsprechen. Dieses Ziel gliedert sich ein in die Schaffung interoperabler Standards für disziplinspezifische Metadaten und gilt als ein vorrangiges Ziel für ein erfolgreiches Forschungsdatenmanagement und stellt sowohl auf bundespolitischer als auch auf europäischer Ebene eine wichtige Forderung dar. Das zweite Ziel ist es, Werkzeuge und Arbeitsabläufe zu entwickeln, die für die mühelose Erstellung standardisierter Metadaten eingesetzt werden können.