Entwicklung einer MultiCAM 4.0 Lösung zur ad-hoc Generierung von CAD/CAM-Programmierungen für alternative CNC-Maschinen

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.09.2018 bis 31.08.2020
Organisationseinheit:
Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen
Fördergeber:
Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen AiF
Status:
Abgeschlossen

Forschungspartner

    • Exapt Systemtechnik GmbH

Kontakt

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+49 241 80 28387

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Die Häufigkeit kurzfristiger Umplanungen an CNC-Maschinen nimmt durch die verstärkt kundenindividuelle Produktion in kleinen Losgrößen stetig zu. Beim derzeit praktizierten Ablauf führt eine Umplanung zu großem zeitlichen Mehraufwand von über 80 %, höheren Personalkosten sowie zu einer reduzierten Flexibilität der Fertigung. Dies stellt bei ohnehin geringen Margen und steigendem Konkurrenzdruck insbesondere KMU vor große Herausforderungen.

Daher besteht der Bedarf nach einer neuartigen Lösung, die den Prozess der Umplanung stark vereinfacht und verkürzt. Hierfür existieren große Potenziale in der Nutzung einer durchgängig digitalen Prozesskette. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf modernen CAM-Systemen, die immer umfassendere Möglichkeiten zur Produktionsplanung bieten. Das Ziel des Projekts „MultiCAM 4.0“ ist deshalb die Entwicklung einer Lösung, die die ad-hoc Generierung von CAM-Planungen für alternative CNC-Maschinen ermöglicht und sich in eine bestehende CAM-Umgebung integrieren lässt.

Der Ansatz zur ad-hoc Generierung von Planungen auf alternativen Maschinen basiert zunächst auf einem intelligenten Identifizierungsverfahren, das zur Fertigung des vorliegenden Bauteils geeignete Maschinen erkennt. Zur Entwicklung dieses Verfahrens sollen für die Umplanung relevante Informationen, wie z. B. die Maschinenkinematik, über alle vorhandenen Maschinen digital verfügbar gemacht werden.

Nach der Identifizierung einer geeigneten alternativen Maschine sollen deren Informationen an das CAM-System übertragen werden. Hierin findet während der ursprünglichen Planung eine automatisierte, parallel ablaufende Planung für die Alternativmaschine statt. Sollte nach Abschluss der ursprünglichen Planung eine kurzfristige Umplanung notwendig sein, weil z. B. die zunächst ausgewählte Maschine aus unvorhergesehenen Gründen doch nicht zur Verfügung steht, ist es unverzüglich möglich, die Alternativplanung zu aktivieren. Dies garantiert die zeitnahe Produktion der benötigten Bauteile.