Arbeitskreis Feinschneiden (AKF) legt Roadmap für nächstes Jahr fest

12.09.2019

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Anwendung von Körperschall beim Feinschneiden in kommender Forschungsperiode im Fokus

  Versammlungssaal Urheberrecht: WZL Jahresmitgliederversammlung des Arbeitskreises Feinschneiden (AKF) in Aachen

Am 3. und 4. September 2019 trafen sich 47 Gäste der Feinschneidbranche in Aachen zur Jahresmitgliederversammlung des Industriearbeitskreises Feinschneiden (AKF), der 2016 gegründet wurde. Der Arbeitskreis, bestehend aus 35 ordentlichen Mitgliedern aus Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Kanada und Spanien, bildet zusammen mit dem Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen die erste Forschungs-Community zum Thema Feinschneiden.

Eröffnet wurde die zweitägige Jahresmitgliederversammlung mit einer Ehrung von Franz Jurt, Feintool AG, der für seine Verdienste im Arbeitskreis Feinschneiden sowie in der Zusammenarbeit mit dem WZL ausgezeichnet wurde. Nach einem ereignisreichen Jahr wurden die Forschungsergebnisse aus dem Projekt Feinschneiden mit Hartmetall, der Anwendung von Körperschall zur Verschleißdetektion sowie der Studie über neue innovative Werkstoffe für das Feinschneiden präsentiert und diskutiert. Abgerundet wurde der erste Tag durch Gastvorträge über aktuelle Forschungshighlights zum Exzellenzcluster „Internet of Production“, datenbasierte Methoden zur Erhöhung von Produkt- und Prozessqualität sowie dem Center „Fuel Cell Industrialization (FCI) – Enabling Hydrogen Economy“.

Mit dem neu entwickelten Werkzeug zum Feinschneiden mit Hartmetall sowie mit den Ergebnissen zur Körperschalldetektion des Stempelverschleißes haben wir bezüglich der Roadmap des Arbeitskreises Feinschneiden einen großen Schritt nach vorne gemacht. In der kommenden Forschungsperiode werden wir die Aktivitäten zur Anwendung von Körperschall beim Feinscheiden daher intensivieren.

Dr.-Ing. Andreas Feuerhack, Leiter Industrieforschung und Arbeitskreis Feinschneiden

Gemeinsam werden im folgenden Jahr die Themen „Feinschneidbarkeit von innovativen Werkstoffen“, „Feinschneiden mit Hartmetall“ und eine Studie über „Gesellschaftspolitische Entwicklungen und deren Auswirkung auf die Feinschneidindustrie“ erarbeitet. Aus den verschiedenen Bedürfnissen der Mitglieder entsteht das jährliche Forschungsprogramm des Industriearbeitskreises.

Eine homogene Zusammensetzung aus Großunternehmen und KMUs gestaltet das branchenübergreifende Netzwerk. Durch den Zusammenschluss von Experten auf dem Gebiet der Feinschneidtechnologie sowie die Expertise von Unternehmen aus den Bereichen Werkzeugtechnik, Schmierstofftechnik, Werkstofftechnik und Anlagentechnik entsteht eine exzellente Basis für anspruchsvolle Gemeinschaftsforschung. Das Bestreben des Industriearbeitskreises wird die Generierung eines technologischen Vorsprungs durch die gezielte Bearbeitung von relevanten Forschungsprojekten sein, um den Mitgliedern einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Der Industriearbeitskreis ist zusätzlich eine aktive Wissensdrehscheibe für den regen Erfahrungsaustausch zwischen Anwendern, Feinschneidproduzenten, Werkzeug- sowie Werkstoff- und Schmierstoffherstellern. Durch die Zusammenführung der verschiedenen Fachexpertisen können die technologisch komplexen Wechselwirkungen beim Feinschneiden auf höchstem Niveau erforscht und diskutiert werden. Dies ermöglicht eine fundierte wissenschaftliche Forschung unter industriellen Randbedingungen.