Hochiterative Gestaltung von Fertigungsprozessfolgen

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.07.2018 bis 30.06.2020
Organisationseinheit:
Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren, Technologieplanung und Schleiftechnik
Fördergeber:
Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG
Status:
Abgeschlossen

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Aufgrund immer kürzerer Produktlebenszyklen und steigender Individualisierung sind Unternehmen gezwungen, ihre Kunden kontinuierlich in die Produktentwicklung einzubinden. Auch in späten Entwicklungsphasen müssen Veränderungen der Kundenanforderungen an das Produkt mit möglichst geringem Aufwand berücksichtig werden. In der Softwareentwicklung wurde dieser Problematik bereits frühzeitig durch die Einführung agiler Methoden, insbesondere der Scrum-Methode, begegnet. Charakteristisch für die Methode ist eine hochiterative Entwicklung des Produktes in kurzen Entwicklungszyklen (Sprints) unter ständiger Einbeziehung des Kunden in den Entwicklungsprozess. Dieser hochiterative Entwicklungscharakter gewinnt auch bei der Entwicklung physischer Produkte in Forschung und Praxis zunehmend an Bedeutung. Durch die häufige Fertigung verschiedener Prototypen in den einzelnen Iterationsschleifen können dabei Informationsunsicherheiten hinsichtlich des Produktes und der Fertigungsprozesse systematisch und kontinuierlich reduziert werden.

Im Rahmen des DFG-Projektes „Hochiterative Gestaltung von Fertigungsprozessfolgen“ befasst sich die Gruppe Technologieplanung mit der Entwicklung neuartiger Methoden und Modelle zur Unterstützung von Technologieplanern in hochiterativen Produktentwicklungsprozessen. Im Fokus steht dabei die Modellierung und systematische Reduzierung von Produkt- und Fertigungstechnologieunsicherheiten im Entwicklungsprozess. Dafür werden zudem die Einflüsse von Fertigungstechnologien auf Bauteilmerkmale entlang der Prozessfolge modelliert, um die Auswirkungen zukünftiger Produktänderungen im Entwicklungsprozess auf potentiell geeignete Fertigungstechnologien berücksichtigen zu können. Ziel ist es, den Detaillierungsgrad der Technologieplanungsaktivitäten gezielt an die vorherrschenden Informationsunsicherheiten anzupassen und diese Unsicherheiten schnellstmöglich zu reduzieren, um zu einer Verkürzung des Entwicklungsprozesses beizutragen.