Modell zur Vorhersage industrieller Beschäftigungsfähigkeit

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.01.2019 bis 31.12.2021
Organisationseinheit:
Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement, Organizational Development
Fördergeber:
Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG
Status:
Laufend

Forschungspartner

  • Lehrstuhl für Controlling der RWTH Aachen University

Kontakt

Telephone

work Phone
+49 241 80 26949

E-Mail

 

Das Ziel des Forschungsprojekts PreModIE besteht darin, die Gesellschaft und Organisationen im Umgang mit den Herausforderungen, die aus dem fortwährenden technologischen und demografischen Wandel resultieren, zu unterstützen. Zu diesem Zweck wird das Predictive Model of Industrial Employability zur Vorhersage industrieller Beschäftigungsfähigkeit entwickelt, das zur systematischen Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit für den Sekundärsektor eingesetzt werden kann. Die Thematik ist besonders vor dem Hintergrund steigender Zuwanderung von hoher Relevanz, da der Bedarf an anpassungsfähigen Mitarbeitenden und Fachkräften zunimmt, während die Anzahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter hierzulande weiter abnimmt.

Für die Entwicklung des Modells wird das Arbeitsprogramm in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase erfolgt die, vorwiegend theoretisch fundierte, Modellentwicklung. Die zweite Phase besteht darin, das entwickelte Modell auf Organisationen anzuwenden, um die statistischen Zusammenhänge und die Anwendbarkeit in der Praxis zu untersuchen. Die Kombination aus Methoden der Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen und Psychologie erlaubt eine Untersuchung auf Mikro-, Meso- und Makroebene. Dies befähigt das interdisziplinär aufgestellte Projektteam, industrielle Beschäftigungsfähigkeit aus verschiedenen Perspektiven heraus zu analysieren.

Als Ergebnis wird zunächst ein Verständnis über die Einflussfaktoren und Mechanismen, die industrielle Beschäftigungsfähigkeit bestimmen, geschaffen. Basierend auf diesen Erkenntnissen, wird das Predictive Model of Industrial Employability entwickelt. Dies erlaubt es, die individuelle Beschäftigungsfähigkeit im zukünftigen Sekundärsektor mit dessen Anforderungen zu messen und zu harmonisieren. Darüber hinaus beinhalten die erwarteten Ergebnisse die Identifikation von Faktoren zur Steigerung industrieller Beschäftigungsfähigkeit älterer Menschen und von Menschen mit Migrationshintergrund. Zusätzlich werden die Erkenntnisse genutzt, um empirisch fundierte Vorschläge für die Arbeitsmarktpolitik im Sinne gesellschaftlicher und organisationaler Verantwortung bereitzustellen.