Kontakt


Prof. Dr.-Ing. Christian Brecher
Professor, Direktor
Manfred-Weck-Haus 213
Tel.: +49 241 80-27407
Fax: +49 241 80-22293
Mail: C.Brecher@wzl.rwth-aachen.de

 

Dr.-Ing. Matthias Brockmann
Geschäftsführer Exzellenzcluster
Cluster Produktionstechnik 3A 442
Tel.: +49 241 80-27590
Fax: +49 241 80-22293
Mail: M.Brockmann@wzl.rwth-aachen.de

 

Claudia Pelzer
Sekretärin
Cluster Produktionstechnik 3A 442
Tel.: +49 241 80-25322
Fax: +49 241 80-22293
Mail: C.Pelzer@wzl.rwth-aachen.de

 

Forschungsbereich
Exzellenzcluster Internet of Production

 

Aachen bleibt Deutschlands Forschungsstandort Nummer Eins für die Produktionstechnik

Ab Januar 2019 startet mit dem Exzellenzcluster „Internet of Production" (IoP), dem einzigen Exzellenzcluster bundesweit zur Produktionstechnik, die Zukunft der digitalisierten Produktion in Aachen

Nicht nur für den Standort Aachen, sondern generell für die Zukunft der Produktionstechnik, fiel am 27. September 2018 mit der Entscheidung über eine erneute Förderung der Aachener Produktionstechnik im Rahmen der Exzellenzinitiative eine wichtige Weiche und gleichsam Chance für die produktionstechnische Forschung in Deutschland.

„Wir sind überglücklich, dankbar und stolz über die Entscheidung. Wir dürfen die Zukunft der Digitalisierung in der Produktionstechnik in Aachen vordenken und freuen uns, die selbstgestellten Herausforderungen anzunehmen“, so Professor Dr.-Ing. Christian Brecher, Sprecher des alten und auch designierter Sprecher des neuen Aachener Exzellenzclusters im Bereich der Produktionstechnik, über die kommenden sieben Jahre Förderphase, die zugleich mit Verlängerung um weitere sieben Jahre, eine außergewöhnlich langfristige und beständige Forschungsarbeit im Großverbund ermöglichen wird.

Und dass man optimistisch in die Zukunft schauen kann, hat man bereits in den zwölf zurückliegenden Jahren im Rahmen des Exzellenzclusters „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer“ bewiesen, in denen es erfolgreich gelungen ist, Lösungen für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des produzierenden Gewerbes zu schaffen. Zu den Erfolgen zählen beispielsweise Entwicklungen neuer intelligenter Produktionssysteme, Lösungen zur effizienten Fertigung kundenindividueller Bauteile, das durchgängige Product-Life-Cycle Management (PLM) sowie die zunehmende Vernetzung und Kollaboration.
Bereits gelebte Kollaboration wird durch die Informatik noch weiter ausgebaut. Die Kollaboration ist bereits im strukturellen Ansatz des Exzellenzclusters erkennbar, bestehend aus der Vernetzung von über 25 Instituten und Forschungseinrichtungen. Aachens renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Produktionstechnik, Informatik, Werkstoffwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften, aber auch Arbeitswissenschaft und Psychologie haben sich zur Umsetzung des IoP formiert, um gemeinsam die interdisziplinären Herausforderungen, wie die Integration von produktionstechnischen Modellen in datengetriebenes Machine Learning anzugehen.

Die Zukunft der Digitalisierung in der Produktion „made in Aachen“

Als Basis des Transfers der Aachener Produktionstechnik in das Zeitalter der vierten industriellen Revolution steht nun im neu bewilligten Cluster IoP der nächste wichtige Meilenstein zur weiteren Schaffung anwendungsorientierter und innovativer Lösungen auf dem Programm. Das Internet of Production bietet dabei die echtzeitfähige, sichere Informationsverfügbarkeit aller relevanten Daten zu jeder Zeit, an jedem Ort und gilt als das Kernstück der Industrie 4.0. Das IoP ebnet so den Weg in eine neue Ära der Produktion. Durch die Summe der generierten und aggregierten Daten – dem volumenstarken „Digitalen Schatten“ der Produktion – entsteht Prognosefähigkeit mit dem Ziel einer beherrschten Produktion. Angefangen von der gesamten Produktentwicklung, bis hin zur schnellen, fehlerfreien Umsetzung von sofort erforderlichen Veränderungen in der Serienproduktion, wird domänenübergreifendes Wissen generiert und genutzt. Dieser Ansatz der bedarfsgerechten Datenanalyse und der Anwendung von Algorithmen des maschinellen Lernens birgt großes Potenzial und setzt wichtige Impulse für die gesamte Produktionstechnik.

Einzigartige Infrastruktur des „Engineering Valley“ auf dem Campus Melaten

Der Standort Aachen ist durch seine einzigartige Breite und ein herausragendes Ansehen in der Produktionsforschung geprägt, was auch durch die Ergebnisse des ehemaligen Clusters untermauert wird und ist damit der ideale Ausgangspunkt für das IoP. Der RWTH Aachen Campus bietet hierzu einzigartige infrastrukturelle Voraussetzungen mit diversen Forschungsinstituten und industriellen Partnern zur integrativen Entwicklung und Validierung des Internet of Production und stellt eine einzigartige Plattform bereit, um Antworten rund um die Leitthemen der Zukunft der Digitalisierung in der Produktion zu finden. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Forschungsteams wird darüber hinaus u.a. durch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Rahmen einer Graduiertenschule („Research School“) unterstützt.

Vernetzung und Wissenstransfer

Auf dem Campus Melaten haben Industrie und Spitzenforschung gemeinsamen Raum gefunden und nutzen effizient die Kollaboration zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Dieses Areal, das in den nächsten Jahren noch weiterwachsen wird, schafft aber nicht nur den Nährboden für Innovationen und konkrete Lösungen für die Produktion von Morgen, sondern ist auch Heimat zahlreicher Spin-Offs und Start-Ups, und schafft so eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze. Das Exzellenzcluster legt ebenfalls Wert auf den Transfer der wissenschaftlichen Ergebnisse in die Industrie. Durch das Anwendernetzwerk PROTECA (Produktionstechnik Aachen) werden hierfür die Kompetenzen der Forschungseinrichtungen effektiv gebündelt und in die regionale Wirtschaft getragen. Die Übertragung von Wissenschaft in die Industrie, aber auch Dienstleistungen und Weiterbildungen im produktionstechnischen Kontext stehen dabei im Fokus.  

 

Links