3-Wellen-Biegewechsellast-Prüfstand

 

Übliche Verspannungsprüfstände mit Zwei-Wellen-Prinzip nach DIN 51354 oder Drei-Wellen-Prinzip liefern eine unidirektionale Beanspruchung von Zug- oder Schubflanke. Für eine Vielzahl von Anwendungsfällen ist diese Betrachtungsweise ausreichend.
In Planetengetrieben ist der Planet im Kontakt Sonne/Planet auf der einen und im Kontakt Planet/Hohlrad auf der anderen Seite des Zahns im Eingriff. Die Beanspruchung erfolgt bidirektional, was pro Umdrehung zu einer Biegewechselbeanspruchung, also einem Wechsel von Zug- und Druckbeanspruchung, des Zahnfußes führt.

In bestehenden Rechenverfahren wird der Einfluss der Biegewechselbeanspruchung unabhängig von Verzahnungsgeometrie und –baugröße mit einem konstanten Wechsellastfaktor konservativ abgeschätzt. Mit Hilfe des am WZL konstruierten Wechsellastverspannungsprüfstands ist eine genaue Untersuchung des Wechsellasteinflusses möglich.

Am WZL ist ein Biegewechsellastverspannungsprüfstand mit Achsabstand a = 112,5 mm mit zwei voneinander unabhängigen Verspannkreisläufen verfügbar. Damit können in beiden Verspannkreisläufen unterschiedliche Drehmomente und Verspannrichtungen realisiert werden. Die Ansteuerung der Verspannvorrichtungen erfolgt hydraulisch, sodass neben Einstufentests auch Lastkollektivuntersuchungen möglich sind.







Ansprechpartner(in):
Michael Gatterdam
 
Manfred-Weck-Haus 214
Tel.: +49 241 80-27996
Fax: +49 241 80-22293
Mail: M.Gatterdam@wzl.rwth-aachen.de