Karriere am WZL

 

Bachelorarbeit oder Projektarbeit

am Forschungsbereich Technologie der Fertigungsverfahren, Abteilung Umformen, Gruppe Umformende Fertigungsverfahren
 

Bestimmung des Einflusses der Oberflächenstrukturierung auf das Benetzungsverhalten von Schmierstoffen

Durch die Massivumformung werden in Deutschland jährlich etwa 2,2 Mt an Bauteilen hergestellt, hauptsächlich im Automotive-Sektor. Im Automotive-Sektor ist derzeit ein immer größer werdendes Streben nach Energieeffizienz zu vermerken. Dies führt speziell im Themenfeld des stofflichen Leichtbaus dazu, dass Werkstoffe wie Aluminium verstärkt berücksichtigt werden. Die größte Herausforderung bei der Verarbeitung von Aluminium stellt der hohe Werkstoffpreis dar. Es gilt daher wettbewerbsfähige Lösungen zu finden, welche die wirtschaftliche Produktion von Bauteilen aus Aluminium ermöglichen. Die Kaltmassivumformung stellt durch ihre ressourcenschonende Produktionsweise ein geeignetes Fertigungsverfahren zur Verarbeitung von Aluminium dar, führt jedoch aufgrund großer tribologischer Belastungen zu hohen Anforderungen an Werkzeug und Werkstück. Insbesondere bei der Umformung von Aluminiumlegierungen ist ein hohes Risiko für Verschleiß durch Adhäsion zu vernehmen.

Zur Vermeidung von Adhäsion werden Schmierstoffe eingesetzt. Diese bieten jedoch nur einen Schutz vor Adhäsion, wenn der Schmierfilm nicht aufreißt. Aus diesem Grund ist eine ausreichende Benetzungsfähigkeit notwendig, welche durch die Oberflächentopographie beeinflusst wird. Aufgrund dessen werden am WZL mittels Laser erzeugte Strukturen erprobt, die eine Beeinflussung des tribologischen Systems erwirken. Dabei wird zur Beurteilung die Tropfenkonturanalyse herangezogen – eines der bedeutesten Verfahren zur Bestimmung des Schmierstoffverhaltens auf Oberflächen.

 
Das Ziel dieser Arbeit besteht daher in der Bestimmung des Einflusses von Oberflächenstrukturen auf das Benetzungsverhalten ausgewählter Schmierstoffe zur Ermittlung der Ursache-Wirkung-Zusammenhänge.
Im Rahmen deiner Arbeit wirst du die Einflüsse der unterschiedlichen Strukturierungen mittels Tropfenkonturanalyse identifizieren und die tribologischen Eigenschaften anhand der Benetzungsfähigkeit bewerten. Dabei gehört sowohl theoretisches Arbeiten als auch die experimentelle Durchführung und Auswertung von Versuchsreihen zu deinem Aufgabengebiet.
 
Voraussetzungen:

– Motivation und Einsatzbereitschaft
– Interesse an Fertigungsverfahren und Produktionstechnik

Geboten wird:

– Umfassende Betreuung
– Einarbeitung in umformtechnische Fertigungsprozesse und Versuchsmethoden
– Eigenständige Zeiteinteilung
– Klar abgegrenzte Aufgabenstellung
– Unterstützung bei der Karriereplanung und Praktikumssuche

Beginn: nach Absprache
Zeitaufwand: 35,00 Arbeitsstunden

Ansprechpartner(in):
Martina Müller, M.Sc. RWTH
 
Cluster Produktionstechnik 3A 332
Tel.: +49 241 80-25384
Fax: +49 241 80-22293
Mail: Martina.Mueller@wzl.rwth-aachen.de