Auslegung von Wälzfräsprozessen bei variablem Anschnitt

 

Laufzeit: 01.01.2017 - 31.12.2018

Geldgeber: VDW / AiF

Ausgangssituation:

In der industriellen Praxis wird in der Regel das Axialwälzfräsen verwendet. Prozessbedingt ergibt sich hierbei ein um den Werkzeugein- und -auslauf vergrößerter Arbeitsraum, welcher den Prozess in seiner Anwendung limitiert. Für Bauteile mit Störkonturen in der Nähe der Verzahnung muss daher häufig auf alternative Vorverzahnprozesse zurückgegriffen werden. Eine Möglichkeit der Begrenzung durch zu geringen Arbeitsraum beim Wälzfräsen zu begegnen, besteht durch die Anpassung der Fräserzustellungsrichtung während des Anschnitts. Wissenschaftliche Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit von Wälzfräsern bei variierenden Anschnittstrategien sowie zur Auslegung des Anschnitts sind jedoch nur in geringem Umfang vorhanden.

Forschungsziel:

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer Methode zur Auslegung von Wälzfräsprozessen bei variablem Anschnitt. Zunächst soll eine Berechnungsmethode entwickelt werden, welche auf Basis der geometrischen Durchdringungsrechnung eine automatisierte Ermittlung der Spanungskenngrößen unter Berücksichtigung beliebiger Anschnittwinkel erlaubt. Nachfolgend wird der Einfluss des Anschnittwinkels auf die Zerspanbedingungen theoretisch auf Basis der geometrischen Durchdringungsrechnung sowie empirisch in Verschleißuntersuchungen analysiert und ein mathematischer Zusammenhang hergeleitet. Aufbauend auf diesen Untersuchungen soll eine Auslegungsmethode entwickelt werden, welche eine wissensbasierte Auslegung des Anschnittes beim Wälzfräsen ermöglicht.




Ansprechpartner(in):
Nico Troß, M.Eng.
 
Manfred-Weck-Haus 112
Tel.: +49 241 80-28285
Fax: +49 241 80-22293
Mail: N.Tross@wzl.rwth-aachen.de