Wirkungsgradprüfstand

 

Der Wirkungsgrad eines Getriebes ist definiert als das Verhältnis zwischen Aus- und Eingangsleistung. Umso höher der Wirkungsgrad, desto energieeffizienter ist die Leistungsübertragung und desto weniger aufwendig sind die Maßnahmen zur Wärmeabfuhr. Zur Untersuchung des Wirkungsgrads stehen am WZL ein Verspannungsprüfstand mit Achsabstand a = 91,5 mm zur Verlustleistungsmessung einzelner Zahnradstufen sowie modulare Prüfaufbauten zur Leistungsdifferenzmessung von Industriegetrieben zur Verfügung.

Die Verlustmomentmessung am Verspannungsprüfstand erfolgt durch hochgenaue Drehmomentmesswellen am Antriebsmotor und im Leistungskreislauf. Zur Wirkungsgradberechnung wird die gemessene Verlustleistung ins Verhältnis zur Verspannleistung gesetzt. Durch die Applizierung gleicher Zahnräder, Lager und Dichtungen in Prüf- und Vergleichsgetriebe wird von einer annähernd gleichen Aufteilung der Leistungsverluste auf die beiden Prüfgetriebe ausgegangen und somit eine Rückführung auf Wirkungsgrad eines einzelnen Getriebes ermöglicht. Die wesentlichen Vorteile der Verlustleistungsmessung am Verspannungsprüfstand sind das standardisierte Prüfstandskonzept sowie die Kosteneinsparung durch den Antrieb, der zur Einspeisung der vergleichsweise geringen Antriebsleistung erforderlich ist.






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Rene Greschert, M.Sc.
 
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