Karriere am WZL

 

Masterarbeit oder Bachelorarbeit

am Forschungsbereich Technologie der Fertigungsverfahren, Abteilung Umformen, Gruppe Umformende Fertigungsverfahren
 

Die Musik des Feinschneidens

Das Feinschneiden ist ein Verfahren der Fertigungstechnik, das eng verwandt ist mit dem Stanzen. Unterschiede bestehen darin, dass sich Bauteile mit hoher Qualität im near-net-shape fertigen lassen, wie beispielsweise Zahnräder. Die Qualitätsmerkmale von feingeschnittenen Bauteilen äußern sich in Maßhaltigkeit, Kanteneinzug, Glattschnittanteil auf der Schnittfläche und Gratbildung. Mithilfe von unkonventionellen Messmethoden wie Körperschall, Schalldruck und Beschleunigung des Werkzeugs ist es möglich, diese Qualitätsmerkmale nachzuweisen, insbesondere Rissbildung auf der Schnittfläche und Kanteneinzug. Darüber hinaus lassen sich auch Schädigungen am Werkzeug, wie z.B. ein Stempelbruch identifizieren.

 
Das Ziel der Arbeit ist es, einen Zusammenhang zwischen den gemessenen Signalen des Körperschalls, des Schalldrucks und der Beschleunigung mit den Qualitätsmerkmalen der Bauteile herzustellen.
Im Rahmen der Arbeit wird zunächst der Ort der Anbringung der Sensoren in Experimenten untersucht. Anschließend werden ein paar Messungen von Körperschall, Beschleunigung und Schalldruck während des Feinschneidens durchgeführt. Mit der Analysesoftware Diadem werden im nächsten Schritt die Messdaten durch Fouriertransformation und Analyse des Schallsignals untersucht. Die Ergebnisse der Analyse werden anschließend abgeglichen mit den Qualitätsmerkmalen der zu den Experimenten gehörenden feingeschnittenen Bauteile.

Deine Aufgabe ist es, dich zunächst mit dem Feinschneidprozess vertraut zu machen. Wichtig ist, dass eine gute Stelle am Feinschneidwerkzeug gefunden wird, an der die Signale gut abgegriffen werden können, was in einigen Vorversuchen untersucht wird. Mit den Messpositionen werden anschließend Messungen beim Feinschneiden durchgeführt und die Qualität der Bauteile nachgemessen. In einer Analyse der Schwingungssignale werden dann Zusammenhänge zwischen der Bauteilqualität und den Messsignalen ermittelt.

Geboten wird:
– Umfangreiche Betreuung und Unterstützung
– Abgegrenzte Aufgabenstellung
– Praxisnahe Anwendung von theoretischen Studieninhalten
– Einarbeitung in die Analysesoftware Diadem
– Bearbeitung ab sofort möglich
 
Voraussetzungen:
– Motivation und Einsatzbereitschaft
– Interesse an Fertigungsverfahren und Produktionstechnik
– Interesse an messtechnischer Prozesserfassung
Zeitaufwand: 20,00 Arbeitsstunden

Ansprechpartner(in):
Herman Voigts, M.Sc. RWTH
 
Cluster Produktionstechnik 3A 344
Tel.: +49 241 80-24979
Fax: +49 241 80-22293
Mail: H.Voigts@wzl.rwth-aachen.de