Karriere am WZL

 

Masterarbeit oder Bachelorarbeit oder Projektarbeit

am Forschungsbereich Technologie der Fertigungsverfahren, Abteilung Schleifen, Umformen und Technologieplanung, Gruppe Schleiftechnik
 

Schleifen dünnwandiger Bauteile

In der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie sowie der Energie- und Medizintechnik werden aufgrund der aktuellen Trends, wie Ressourceneffizienz und Leichtbau, zunehmend Bauteile mit geringen Wandstärken (Durchmesser-zu-Wandstärkenverhältnis > 10) gefordert und ausgelegt. Die Bauteilqualität nach der schleiftechnischen Bearbeitung dieser dünnwandigen Bauteile wird aufgrund der geringen Steifigkeit durch dynamische Anregungen in Folge des Werkzeugeingriffs, durch statische Werkstückauslenkungen aufgrund von Schleifkräften sowie durch Deformationen in Folge von Spannkräften negativ beeinflusst. Aufgrund der stark eingeschränkten Wärmeabfuhr ins Bauteilinnere stellen thermische Belastungen ebenfalls Herausforderungen beim Schleifen der dünnwandigen Bauteile dar. Die thermischen Belastungen resultieren häufig in Schädigungen des Bauteils, wie Schleifbrand bzw. Härteabfall, oder in Eigenspannungen in der Werkstückrandzone. Bei der Schleifbearbeitung von dünnwandigen Bauteilen werden deshalb die thermo-mechanischen Belastungen der Bauteile durch verringerte Zerspanleistungen reduziert und somit die geforderte Qualität dieser Bauteile erreicht. Um dünnwandige Bauteile dennoch wirtschaftlich und bei gleichbleibender Qualität zu bearbeiten, sind angepasste Bearbeitungs- und Ausfeuerstrategien in der Schleifbearbeitung erforderlich. Bisher wurden die Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge bei der Schleifbearbeitung von dünnwandigen Bauteilen nicht systematisch erforscht.

 
Aufgabe:
Das Ziel des Projektes ist daher die Analyse der Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zwischen der Bauteilwandstärke, den Prozessparametern und den thermisch und mechanisch induzierten Bauteildeformationen im Schleifprozess in Abhängigkeit von den Bearbeitungs- und Ausfeuerstrategien.

 
Voraussetzungen:
• Motivation, Selbstständigkeit und Einsatzbereitschaft
• Interesse an Fertigungsverfahren und Produktionstechnik
• Gute oder sehr gute Studienleistungen


Geboten wird:
• Klare Abgrenzung deiner Aufgaben
• Umfangreiche Betreuung
• Eigenverantwortliche Durchführung
• Möglichkeit zum Mitwirken an industrierelevanten Themen
• Arbeitsmöglichkeit am Institut in angenehmer Arbeitsatmosphäre


Zeitaufwand: 0,00 Arbeitsstunden

Ansprechpartner(in):
Sebastian Prinz, M.Sc. RWTH
 
Cluster Produktionstechnik 3A 330
Tel.: +49 241 80-20393
Fax: +49 241 80-22293
Mail: S.Prinz@wzl.rwth-aachen.de