Transfer der Methode zur gehörgerechten Auslegung auf geschliffene Kegelradverzahnungen erweitert um die Aufprägung einer gezielten Mikrogeometrie-streuung

 

Laufzeit: 01.04.2018 - 31.0.2021

Geldgeber: DFG

Ausgangssituation:

Geläppte Kegelradverzahnungen werden akustisch angenehmer wahrgenommen. Als Ursache wird dabei die Mikrogeometriestreuung und Teilungsabweichung aufgrund der nicht vollständig kompensierten Härteverzüge der Wärmebehandlung im Läppprozess angesehen. Geschliffene Kegelradverzahnungen weisen hingegen eine hohe Reproduzierbarkeit der Geometrie und geringe Teilungsabweichungen auf. Die hohe Geometriegüte kann bei hohen Modifikationsbeträgen zu einer tonalen Anregung im Geräuschspektrum führen. In den Basisvorhaben WE 550/162-1+2 / BR 2905/32-1+2 wurden Methoden zur Dynamiksimulation des Zahneingriffs sowie psychoakustischen Bewertung des Getriebegeräusches ermittelt, die das Potenzial zur geräuschgerechten Auslegung in der Praxis aufweisen.

Forschungsziel:

Das Ziel des Forschungsvorhabens ist der Transfer der Methode zur gehörgerechten Auslegung auf einen Kegelradsatz aus einer Automobilanwendung. Die Methode aus BR 2905/32-1+2 und WE 550/162-1+2 soll derart übertragen werden, dass die gehörbezogene Auslegung auf die Betrachtung einer Überrollung erweitert wird, um signalverrauschende Effekte aus einer Mikrogeometriestreuung über dem Umfang einer Verzahnung gezielt auszulegen. Eine Mikrogeometriestreuung soll zur Reduzierung der Tonalität des Getriebegeräuschspektrums genutzt werden. Durch die Erweiterung der Methode zur gehörbezogenen Auslegung aus BR 2905/32-1+2 lässt sich eine gezielt aufgebrachte Fertigungsstreuung von Zahn zu Zahn im Schleifprozess bestimmen, die das subjektive Geräuschverhalten von Kegelradverzahnungen verbessern kann, ohne Tragfähigkeits- und Produktivitätseinbußen hervorzurufen.




Ansprechpartner(in):
Marcel Kasten, M.Sc.
 
Manfred-Weck-Haus 114
Tel.: +49 241 80-27969
Fax: +49 241 80-22293
Mail: M.Kasten@wzl.rwth-aachen.de