Karriere am WZL

 

Masterarbeit oder Bachelorarbeit

am Forschungsbereich Produktionssystematik, Abteilung Unternehmensentwicklung, Gruppe Kompetenzmanagement
 

Konzeptionierung und Bewertung von Smart Services in der Einzel- und Kleinserienfertigung

Ausgangssituation:
Der Begriff Industrie 4.0 prägt seit 2011 die gesamte produzierende Industrie. Er steht für die sogenannte vierte industrielle Revolution, welche einen Nutzengewinn für produzierende Unternehmen mittels digitaler Vernetzung verspricht. Aktuell lässt sich jedoch keine signifikante Steigerung des BIP durch die Nutzung von Industrie 4.0 in der produzierenden Industrie erkennen.
Die fortschreitenden Entwicklungen der industriellen Digitalisierung ermöglichen, Daten zu generieren, welche wiederum durch Data Analytics in wertvolle Informationen umgewandelt werden können. Diese bieten die Grundlage neue Marktleistungen zu erzielen. Besonders interessant ist hierbei die Betrachtung sogenannter Smart Services. Sie können als ein Konzept für eine neue Art der Marktleistung beschrieben werden. Dies bedeutet, dass neben einer physischen Sachleistung (z. B. ein Werkzeug) auch eine digitale Dienstleistung (z. B. vorausschauende Wartung) angeboten werden kann. Auf diese Weise ergeben sich für die produzierende Industrie völlig neue Möglichkeiten für Geschäfts- und Ertragsmodelle, die neue Wertschöpfungspotenziale beinhalten. Denkbar ist in Zuge dessen das eigentliche Produkt nicht mehr zu verkaufen, sondern dem Kunden ein Produktivitätsversprechen durch Smart Services im Gegenzug zu bspw. Abonnements oder Mieten zu offerieren. Als spannende Beispiele dieser neuartigen Ertragsmodelle können u. a. Spotify oder Netflix genannt werden.

 
Betrachtungsfokus:
Ein besonders interessanter Betrachtungsfokus derartiger Geschäftsmodelle von Smart Services liegt im industriellen Werkzeugbau. Als Befähiger der Serienproduktion ist es für ein Werkzeug besonders wichtig eine bestmögliche Produktivität im laufenden Betrieb zu gewährleisten.
Aktuell befindet sich die Entwicklung neuartiger Geschäfts- und Ertragsmodelle im Werkzeugbau jedoch am Anfang. Das Ziel der Arbeit ist daher, die Entwicklung einer Methodik zur Konzeptionierung und Bewertung von Smart Services im Werkzeugbau als Beispiel für die Einzel- und Kleinserienfertigung, um eine spätere Implementierung zu realisieren.

Geboten wird:
• Intensive Betreuung.
• Abgegrenzte Aufgabenstellung.
• Einarbeitung in eine praxis- und anwendungsnahe Problemstellung sowie Zielsetzung mit hoher industrieller Relevanz.
• Schnelle Bearbeitung möglich.
• Bereitstellung eines Arbeitsplatzes im Cluster Produktionstechnik.
 
Voraussetzungen:
• Motivation und Einsatzbereitschaft.
• Gute Studienleistungen (vorzugsweise Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen oder BWL).
• Sehr gute Deutschkenntnisse.
Zeitaufwand: 400,00 Arbeitsstunden

Ansprechpartner(in):
Julian Boshof, M.Sc. RWTH
 
Cluster Produktionstechnik 3B 566
Tel.: +49 241 80-24965
Fax: +49 241 80-22293
Mail: J.Boshof@wzl.rwth-aachen.de