Hartfeinbearbeitung

 

Die stetig steigenden Leistungsanforderungen an Zahnräder erfordern eine spanende Hartfeinbearbeitung mit geometrisch unbestimmter Schneide, um den auftretenden Härteverzug zu korrigieren und den Forderungen an die Qualität zu genügen. Zur Hartfeinbearbeitung der gehärteten Zahnräder stehen eine Vielzahl geeigneter Verfahren wie z. B. Verzahnungshonen, diskontinuierliches Profilschleifen und kontinuierliches Wälzschleifen zur Verfügung.
Im industriellen Umfeld erfolgt die Auslegung von Schleif- und Abrichtprozessen in der Regel erfahrungsbasiert. Geeignete Prozessparameter werden für jede Werkstückgeometrie und Schleifscheibenspezifikation in zeit- und kostenintensiven empirischen Untersuchungen ermittelt. Bei den abgeleiteten Prozessparametern ist nicht bekannt, ob diese im Bereich des Produktivitätsmaximums liegen. Aufgrund nicht optimaler Abrichtparameter oder Abrichtintervallen folgt zudem unter Umständen ein unnötiger Schleifscheibenverbrauch.

Eine optimierte Auslegung von Schleif- und Abrichtprozessen erfordert ein weitreichendes technologisches Verständnis über die Ursache-Wirkzusammenhänge der Prozesse. Zur Ermittlung der Ursache-Wirkzusammenhänge werden am WZL die verschiedenen Schleifprozesse wissenschaftlich untersucht. Da den Verzahnungsschleifprozessen meist eine komplexe Kinematik zugrunde liegt, wurden am WZL bereits Analogieprozesse für das kontinuierliche Wälzschleifen, für das diskontinuierliche Profilschleifen und für das Verzahnungshonen entwickelt. Mithilfe dieser Analogieprozesse können Teilaspekte der Verzahnungsschleifprozesse isoliert voneinander untersucht und analysiert werden, um ein besseres wissenschaftliches Verständnis der Verzahnungsschleifprozesse zu generieren und somit eine wissensbasierte Prozessauslegung zu ermöglichen.


 
 

Schleifschneckenverschleiß beim kontinuierlichen Wälzschleifen

Prozessauslegungen beim kontinuierlichen Wälzschleifen werden von Anwendern und Maschinenherstellern in mehreren Iterationen durchgeführt. Dabei wird meist eine Optimierung der Leistungsfähigkeit und Produktivität angestrebt, ohne die... Mehr...

 

 
 

Zerspankraftmodell Kelgelradschleifen

Aufgrund zunehmend hoher Anforderungen an Zahnradgetriebe kann auf die Hartfeinbearbeitung von Verzahnungen in vielen Fällen nicht verzichtet werden. Das Kegelradschleifen kommt insbesondere bei der Herstellung von Verzahnungen mit hohen Anforderungen Mehr...

 

 
 

Prozess-Maschine-Interaktion Verzahnungshonen

Beim Honen von Verzahnungen liegen abhängig von der Zahnradgeometrie und der Prozessführung lokal unterschiedliche Kontaktbedingungen vor. Die lokalen Kontaktbedingungen beeinflussen direkt die Prozesskräfte und die Maschinenanregung. Die Zusammenhänge sind bisher nicht hinreichend beschrieben. Daher kann... Mehr...

 

 
 

Zerspankraftmodell kontinuierliches Wälzschleifen

Zur Verbesserung der Tragfähigkeit und der Laufruhe von Verzahnungen ist es Stand der Technik, einsatzgehärtete Verzahnungen nach der Wärmebehandlung abschließend hartfein zu bearbeiten. Eine Möglichkeit für die Hartfeinbearbeitung ist das kontinuierliche Wälzschleifen,... Mehr...