Kompetenz- und Forschungsbereich
Digitale Fabrikplanung

 

Werkzeug zur Analyse und Präsentation

Digitale Fabrikplanung bezeichnet die Unterstützung der Fabrikplanungsaufgaben mit CAD-Werkzeugen, 3D-Visualisierung und Simulation. Insbesondere in der Layoutplanung (Grob-/Feinlayout) sowie der Auslegung von Logistik und Produktionssteuerung findet sie Anwendung. Die Digitale Fabrikplanung wird im Rahmen der Analyse- und Planungsarbeiten ebenso wie zur Präsentation und Aufbereitung von Planungsergebnissen eingesetzt. Sowohl bei der Optimierung bestehender Produktionen (Brownfield) als auch in der Planung zukünftiger Fabriken auf der grünen Wiese (Greenfield) hat sich die Nutzung der digitalen Fabrikplanung in zahlreichen Projekten bewährt.


Bestandteile der digitalen Fabrikplanung

- Nutzung komplexitätsgerechter digitaler Modelle für Grob- und Feinplanung
- Einbindung der Mitarbeiter in die Planung durch partizipative Workshops mit dem Fabrikplanungstisch
- Simulation und Visualisierung von Material-, Personal- und Informationsflüssen
- Individuelles Benchmarking und Vergleich von Planungsalternativen
- Nachweis von Optimierungspotenzialen
- 3D-Visualisierung der Planungsergebnisse (Fotos, Videos)
- Finale CAD-Daten zur Übergabe an Fachplaner




Vorgehensweise

Zur Vorbereitung der Analyse- und Planungsaktivitäten wird in einem ersten Schritt der digitalen Fabrikplanung ein Modell der Produktionsressourcen (Maschinen, Arbeitsplätze) erstellt. Die Nutzung der umfangreichen Modellbibliothek des WZL spart in diesem Schritt Kosten und Zeit, da auf bestehende Modelle zurückgegriffen werden kann.

Im weiteren Verlauf wird das Layout bzw. Layoutvarianten erarbeitet. Hierbei werden Mitarbeiter verschiedener Disziplinen und Hierarchien im Rahmen von partizipativen Fabrikplanungs-Workshops in die Fabrikplanung einbezogen, um vorhandenes Wissen dieser Experten zu nutzen und die Planungsakzeptanz sicherzustellen. Der WZL-Fabrikplanungstisch ermöglicht hierbei das Bearbeiten und Validieren des Layouts im dreidimensionalen Raum auch für fachfremde Planungsbeteiligte.

Auf Grundlage der erstellten Layouts können in einem weiteren Schritt der digitalen Fabrikplanung Analysen und Simulation durchgeführt werden. Hierbei werden sowohl statische Modelle (z.B. Analyse der Flächennutzung) als auch dynamische Modelle (z.B. Simulation von Logistik- oder Kommunikationsprozessen) angewandt. Die Ergebnisse ermöglichen den Vergleich von Layoutvarianten sowie den Nachweis von Optimierungspotenzialen.

Eine Visualisierung der zukünftigen Produktion kann die weitere Entscheidungsfindung unterstützen. Dafür werden Fotos sowie Videos/Animationen (Rundflug durch die Fabrikhallen) erstellt. Die Übergabe von CAD-Daten an die Fachplaner und Bauausführer verkürzt die Zeit von der Entscheidung bis zur Realisierung.


Ergebnisse

- Abgesicherte Produktionskonzepte (Layout, Logistik usw.)
- Hohe Planungsqualität und Ergebnisakzeptanz durch Einbindung der Mitarbeiter


Weiterführende Informationen zum Thema Digitale Fabrikplanung finden Sie auf den folgenden Seiten:

- Digitalisierung und Animation
- Ablaufsimulation als Planungsunterstützung
- Partizipative Planung mit dem Fabrikplanungstisch
- Layoutplanung mit dem Fabrikplanungs-PowerPoint-AddIn (FP-PPT)

 



 

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Ansprechpartner(in):
Matthias Bertling, M.Sc. RWTH
Gruppenleiter(in)
Cluster Produktionstechnik 3B 434
Tel.: +49 241 80-
Fax: +49 241 80-22293
Mail: M.Bertling@wzl.rwth-aachen.de

 

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