Karriere am WZL

 

Masterarbeit oder Bachelorarbeit

am Forschungsbereich Produktionssystematik, Abteilung Produktionsmanagement, Gruppe Globale Produktion
 

Industrie 4.0 als Enabler für die Gestaltung agiler, globaler Produktionsnetzwerke

Ansätze zur Gestaltung von Produktionsnetzwerken werden seit Jahrzehnten in der Forschung und Industrie diskutiert. Dabei steht meist eine z.B. kostengetriebe Optimierung des Netzwerkes im Vordergrund, die in einem sequentiellen Prozess herbeigeführt wird und einen Zielzustand (ggf. noch mehrere Zwischenzustände) definiert. Diese Herangehensweise und Zielzustandsbestimmung wird heutigen Produktionsnetzwerken gerade bei innovativen Produkten aber oft nicht mehr gerecht. Sowohl interne, als auch externe Einflüsse erfordern eine veränderte Gestaltung von Netzwerken.
Intern wird die Gestaltung von Netzwerken vor allem durch das iterative Zyklusdenken einer agilen Produktentwicklung und einen vollständig beherschten Change Request beeinflusst. Sich kurzfristig ändernde Spezifikationen erfordern eine schnelle Anpassbarkeit sowohl in der Gestaltungsphase als auch nach dem Aufbau des Netzwerkes. Zudem werden Produktionsnetzwerke extern durch in der heutigen Zeit stark volatile, unsichere Umweltbedingungen geprägt, die genauso kurzfristig disruptive Veränderungen im Netzwerk erfodern können. Dieser Erfordernis können Netzwerke heute meist nicht entsprechen, da sie nicht auf kontinuierliche Reaktion und Veränderung ausgelegt sind und daher nicht agil genug auf externe oder interne Ereignisse reagieren können.
Zur Realisierung dieses Agilitätspotentials in Produktionsnetzwerken ist es notwendig, neben gestalterischen Ansätzen, die fortschreitende Digitalisierung durch die Industrie 4.0 optimal zu nutzen. Daher stellt sich die Frage welches Maß an Agilität in Produktionsnetzwerken durch eine gezielte Nutzung von digitalen Hilfsmitteln erreicht werden kann und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind.

 
Im Rahmen einer Bachelor- oder Masterarbeit soll sich diesem Problem genähert werden. Dabei sind im ersten Schritt Handlungsfelder in der Gestaltung von Produktionsnetzwerken zu identiftizieren, in denen Industrie 4.0 - Anwendungen sinnvoll eingesetzt werden können. Daraufhin gilt es das Agilitätspotential dieser Handlungsfelder durch den Einsatz von digitalisierten Lösungen zu bewerten. Abschließend sollte ein stufenweise Clusterung von sinnvollen Agilitätsmaßnahmen durch diese Industrie 4.0 - Lösungen sowohl Voraussetzungen als auch Ausbaustufen von Industrie 4.0 für agile Produktionsnetzwerke darstellen.

Die Aufgaben umfassen u.a.:
  • Einarbeitung in den Stand der Forschung zur Agilität und Industrie 4.0 im Kontext von globalen Produktionsnetzwerken
  • Bestimmung von Industrie 4.0 Handlungsfeldern in globalen Produktionsnetzwerken
  • Bewertung des Agilitätspotentials dieser Handlungsfelder
  • Identifikation von Voraussetzungen und Ausbaustufen von Industrie 4.0 für agile Produktionsnetzwerke


Geboten wird:
  • Umfassende Einarbeitung in die Gestaltung globaler Produktionsnetzwerke und Industrie 4.0
  • Eine umfangreiche und intensive Betreuung
  • Möglichkeit zur schnellen, problemfreien Bearbeitung
 
Voraussetzungen:
  • Interesse an den strategischen Fragestellungen rund um die Planung globaler Produktionsnetzwerke
  • Sehr gute Studienleistungen (Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen oder vergleichbar)
  • Ausgezeichnete Deutsch- und Englischkenntnisse
  • Hohe Motivation und Bereitschaft
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
  • Selbstständige und proaktive Arbeitsweise
Zeitaufwand: 600,00 Arbeitsstunden

Ansprechpartner(in):
Julian Ays, M.Sc. RWTH, M.Sc.
 
Cluster Produktionstechnik 3B 528
Tel.: +49 241 80-28344
Fax: +49 241 80-22293
Mail: J.Ays@wzl.rwth-aachen.de