Werkzeugwinkel beim Kegelradfräsen

 

Ausgangssituation:

Für die spanende Bearbeitung wird die Wirtschaftlichkeit allgemein durch den Verschleiß und das Standwegverhalten der Werkzeuge bestimmt. Mit Hilfe von Spezialmaschinen, die eine komplexe Erzeugungs- und Prozesskinematik aufweisen, können die gewünschten Kegelradverzahnungen gefertigt werden. Das entlang der Schneidkante lokal schwankende Verschleißverhalten des Werkzeugs wird durch die Prozessauslegung hinsichtlich der technologischen Werkzeugwinkel und der Vorschubstrategie beeinflusst. Eine Festlegung der Werte erfolgt häufig auf empirischer Basis und stellt eine Herausforderung dar, da nicht optimale Prozessauslegungen direkt in ungeplanten Produktionsunterbrechungen wie z. B. Werkzeugwechsel resultieren. Zunehmend finden Simulationsmodelle zum Kegelradfräsprozess Bedeutung und bieten großes Einsparpotential durch eine gezielte Prozessauslegung. Allerdings ist die simulative Vorhersage der Werkzeugstandzeit noch nicht möglich.

Forschungsziel:

Das Ziel dieses Forschungsprojekts ist eine Richtlinie für die verschleißoptimierte Auslegung der technologischen Winkel bei Kegelradfräswerkzeugen für das industriell verbreitete Verfahren Face Milling. Im Besonderen wird auf eine prozessrobuste Definition der Werkzeuggeometrie fokussiert, weshalb unterschiedliche Winkelkombinationen bei mehreren Schnittparametern untersucht werden. Die wissenschaftliche Zielsetzung liegt in der umfangreichen und erstmaligen methodischen Untersuchung der technologischen Winkel und Vorschubstrategien beim Kegelradfräsen und deren Einfluss auf den Werkzeugverschleiß. Besonders die Beobachtung und Analyse der Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Vorschubstrategien und deren technologischen Werkzeugwinkeln liefert eine Erweiterung der wissenschaftlichen Grundlagen beim Kegelradfräsen.




Ansprechpartner(in):
Julia Mazak, M.Sc.
 
Manfred-Weck-Haus 115a
Tel.: +49 241 80-28472
Fax: +49 241 80-22293
Mail: J.Mazak@wzl.rwth-aachen.de