Exzellenzcluster Internet of Production

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.01.2019 bis 31.12.2023
Organisationseinheit:
Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen
Fördergeber:
Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG
Status:
Laufend

Forschungspartner

  • IOT, CATS, Institute of Language & Communication Studies, HCIC, PADS, IRT, IEHK, IWM, GI, ACCESS e.V., IAW, IITA, IBF, IKV, DBIS, Fraunhofer FIT, Embedded Software, KBSG, TIM, Fraunhofer ILT LLt & NLD, ISF, SE, WZL-MQ, WZL-PS, Fraunhofer IPT, FIR, COMSYS

Kontakt

Name

Matthias Brockmann

Geschäftsführer des Exzellenzclusters

Telephone

work Phone
+49 241 80 27590

E-Mail

 

Das Internet – in seiner Bedeutung als weltweites sozio-technisches Netzwerk – hat die Verfügbarkeit von Daten und Wissen revolutioniert. Mit dem Konzept des Internets der Dinge (IoT für engl. Internet of Things) wurde die Idee auf die physikalische Welt übertragen. Die direkte Anwendung des IoT-Ansatzes auf die Produktion ist derzeit nicht zielführend möglich, da die Produktionstechnik durch wesentlich mehr Parameter, aber weniger verfügbare Daten als andere Big-Data-Domänen geprägt ist. Obwohl in der modernen Produktionstechnik große Mengen an Daten vorhanden sind, sind diese weder einfach zugänglich, interpretierbar, noch so vernetzt, dass daraus Wissen generiert werden kann. Dem Internet of Production (IoP) liegt die Vision zugrunde, ein neues Niveau der domänenübergreifenden Kollaboration zu ermöglichen, indem semantisch adäquate und kontextbezogene Daten aus Produktion, Entwicklung und Nutzung in Echtzeit und angepasster Granularität zur Verfügung gestellt werden. Den zentralen wissenschaftlichen Ansatz hierfür stellen Digitale Schatten als anwendungsspezifisch aggregierte und multi-perspektivische Datensätze dar. Im Exzellenzcluster wird eine konzeptionelle Referenzinfrastruktur entworfen und implementiert, die die Generierung und Nutzung der Digitalen Schatten ermöglicht.

Zur Umsetzung des Internet of Production haben sich Aachens renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Produktionstechnik, Informatik, Werkstoffwissenschaften sowie der Wirtschaftswissenschaften formiert. Gemeinsam werden die interdisziplinären Herausforderungen, wie die Integration von reduzierten produktionstechnischen Modellen in datengetriebenes Machine Learning mit den Zielen eines domänenübergreifenden Wissensaufbaus sowie kontext-adaptiven Handlungen, adressiert. Das Internet of Production stellt die Basis für neue Methoden des ganzheitlichen Arbeitens dar, indem ingenieurswissenschaftliche Methoden und Prozesse entwickelt und verbessert werden. Hierfür ist ein integrierter Ansatz in der Produktionstechnik erforderlich. Aachen als Ausgangspunkt für das Internet of Production ist durch eine einzigartige Breite und ein herausragendes Ansehen in der Produktionsforschung geprägt.