Forschungsbereich
Entwicklung von KSS-Strategien

 

Durch die Wahrnehmung ihrer Hauptaufgaben, dem Kühlen und Schmieren der Bearbeitungsstelle sowie dem Abtransport der Späne, tragen moderne Kühlschmierstoffsysteme maßgeblich zu dem hohen Leistungsniveau zahlreicher Fertigungsprozesse bei. Erreicht wird dies durch die Abfuhr der Prozesswärme aus der Kontaktstelle Werkzeug-Werkstück durch Kühlung und die Reduktion der Wärmeentstehung durch Schmierung. Neben den technologischen Vorteilen, die die Kühlschmierstoffe (KSS) bei ihrem Einsatz bieten, stellen sie eine nicht unerhebliche Gefährdung für die damit umgehenden Menschen sowie für die Umwelt dar. KSS-Bestandteile wie Bakterizide und Fungizide, im Kühlschmierstoff entstehende Reaktionsprodukte sowie eingeschleppte Fremdstoffe können Auslöser für Erkrankungen sein. Leckage- und Ausschleppverluste, Emissionen, Waschwasser und die Entsorgung verbrauchter Kühlschmierstoffe stellen eine Belastung von Boden, Wasser und Luft dar. Vom Gesetzgeber und den Berufsgenossenschaften werden deshalb der Umgang mit Kühlschmierstoffen und deren Entsorgung durch strenge Auflagen geregelt. Für die Unternehmen bedeuten diese Vorschriften und Auflagen neben einer hohen Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern vor allem steigende finanzielle Belastungen. Für die Fertigung stellt sich damit zunehmend die Aufgabe, Auflagen des Umweltschutzes zu berücksichtigen, ohne die Wirtschaftlichkeit der Produktion in Frage zu stellen. Hierzu stehen verschiedene Kühlschmierstrategien bereit, die sich in der Effizienz bei der Erfüllung der Kühlschmierstoffaufgaben und dem finanziellen sowie technologischen Aufwand unterscheiden.

Schwerpunktthemen:

  • Trockenbearbeitung
  • Minimalmengenkühlschmierung (MMKS)
  • Konventionelle Überflutungskühlung mit Emulsion als KSS
  • Einsatz von Esterölen als KSS
  • Hochdruck-KSS-Zufuhr
  • Kryogene Prozesskühlung

 



 

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E-Mail: R.Fritsch@wzl.rwth-aachen.de

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