Forschungsbereich
Integrierter Industrie 4.0 Planungsansatz

 


Durch die starke Veränderung der Produktion im Rahmen der Integration von Industrie 4.0 Komponenten verändern sich auch die Planungsprozesse der Fabrikplanung. Speziell soll darauf eingegangen werden, wie bereits vorab mit der Integration von vernetzten Produktionsmitteln in der Planungsphase und auch im Betrieb umgegangen wird. Zwei Szenarien sind zu unterscheiden: die Neuplanung einer Fabrik mit vernetzten Produktionsmitteln oder das Lernen von einer bereits gebauten Fabrik mit entsprechenden Technologien.
Im ersten Szenario ist eine grundlegende Evaluation der nötigen Industrie 4.0 Technologien notwendig und welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration geschaffen werden müssen. Dies können z.B. Schnittstellen für Datenströme im Planungsmodell sein oder Budgetgrenzen in der Planung.
Im zweiten Beispiel können bereits Anforderungen und Daten aus einer bestehenden Infrastruktur genutzt werden und mit Methoden oder Technologie in der Auswertung ergänzt werden.

Durch die Aufnahme von Daten der geplanten Produktionsmittel, wie z.B. Materialflüsse oder zu erwartende Prozessparameter bei der Werkstückbearbeitung, und der Integration in ein Produktionsmodell sollen Simulationen verschiedener Szenarien möglich gemacht werden, bevor die Entscheidung für eine konkrete Variante einer Fabrik getroffen wird. Durch diese Herangehensweise kann optimal auf die zum Produkt passende Fabrikvariante hingearbeitet werden und auch für zukünftige Erweiterungen bedarfsgerechter Handlungsspielraum vorgehalten werden.

Im Betrieb soll das bereits in der Planung verwendete Modell zum einen eine Echtzeitabbildung der Produktionssituation ermöglichen und zum anderen als Simulationsgrundlage aufgrund der aktuellen Prämissen für die zukünftige Entwicklung der Produktion liefern können. Intelligente Produkte, die z.B. über RFID Technologie kommunizieren können, machen eine solche Vision einer virtuellen Abbildung und Prognose auf Echtzeitdaten komplett.

Der Fabrikplanungsprozess wird somit effektiver und der Betrieb profitiert von der bereits geleisteten Arbeit in der Planung für eine integrative und robuste Produktionssteuerung. Diese Synergien gilt es u.a. im Forschungsfeld der digitalen Fabrikplanung zu entwickeln und nutzerorientiert anzutreiben.

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Ansprechpartner(in):
Sebastian Patrick Vierschilling, M.Sc. RWTH
Gruppenleiter(in)
Cluster Produktionstechnik 3B 434
Tel.: +49 241 80-25363
Fax: +49 241 80-22293
Mail: S.Vierschilling@wzl.rwth-aachen.de

 

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