Projekt
Risikobasierte Absicherung von Prüfentscheiden

 

Problemstellung:

Der Eignungsnachweis von Prüfprozessen, also der Nachweis, dass ein Messsystem das zu prüfende Merkmal mit hinreichender Genauigkeit erfassen kann, ist in einigen Industriezweigen zwingend vorgeschrieben. Dies gilt z. B. für die Automobilindustrie, aber auch in der Bahnindustrie oder der Luft- und Raumfahrt werden Unternehmen zunehmend mit dieser Forderung konfrontiert.
Herausforderungen bestehen dabei zum einen in der Vielzahl der Prüfprozesse eines Unternehmens und zum anderen in der Komplexität einzelner Prüfprozesse.

Wie Unternehmen mit dem Prüfprozessmanagement umgehen und welche Herausforderungen und Potenziale sich daraus ableiten, zeigt unsere Umfrage:
Ergebnisse der Umfrage Prüfprozessmanagement

Lösungsansatz:

Eine Vorgehensweise zur Absicherung einer Vielzahl von Prüfentscheiden wurde im VDI Fachausschuss 1.12 „Eignung von Prüfprozessen“ unter Federführung des WZL erarbeitet und steht in Form der VDI/VDE-Richtlinie 2600 Blatt 1 zur Verfügung. Dabei wird bei der Bemessung des Aufwands, der für die Absicherung eines Prüfentscheids betrieben wird, das Risiko einer Fehlentscheidung berücksichtigt.
In diese Richtlinie sind Ergebnisse des Projekts ImProofKMU eingeflossen.



Für komplexe Prüfprozesse wird eine Methode entwickelt, wie auf Basis einer geeigneten Kombination aus exakter Modellierung aus Vorwissen und experimenteller Modellierung mittels systematischer Versuche die Eignung nachgewiesen werden kann. Ausgangspunkt sind dafür die Problemstellungen der Industriepartner im VDI Fachausschuss sowie der Input von Projektpartnern aus dem Projekt IFaCOM.