Projekt
CTMetro - Methods for fast setup and robust dimensional measurements with industrial x-ray computed tomography

 

Problemstellung

Die industrielle Röntgen-Computertomografie (CT) ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren, das zunehmend auch für dimensionelle Werkstückmessung eingesetzt wird. Der Hauptvorteil dieser Technologie ist, dass mit ihr sowohl äußere als auch innere Bauteilmerkmale mit sehr hoher Punktdichte erfasst werden können.

Einen entscheidenden Einfluss auf die Messunsicherheit hat der Bediener des CT-Systems, da dieser die wesentlichen Parameter für die Bildgebung einstellt. Die Bildgebung hat direkten Einfluss auf das rekonstruierte Modell des Werkstücks und damit auf das Messergebnis. Bisher beruhen die eingestellten Parameterwerte vorwiegend auf der Erfahrung des Bedieners. Die Auswirkung der Parametereinstellung auf das Messergebnis ist bislang nur unzureichend bekannt. Für neue Werkstücke, z.B. bei der Erstmusterfreigabe von Spritzgussbauteilen, kann sich die Findung geeigneter Parameterwerte als zeitaufwändiger, iterativer Prozess darstellen. Ob die für das vorhandene CT-System getroffene Parametereinstellung hinsichtlich der Messunsicherheit optimal ist, bleibt ungewiss.

Lösungsansatz

Das Ziel des Projekts CTMetro ist es daher den Einstellprozess bei dimensionellen CT-Messungen zu verbessern, indem die Zeit bis zur Findung messaufgabenspezifischer Parameterwerte verkürzt wird und die Reliabilität der Messergebnisse erhöht wird. Dies wird durch ein wissensbasiertes System erreicht, das Expertenwissen zur Unterstützung der Entscheidungsfindung verwendet. Hierdurch können CT-Messungen wirtschaftlicher und effizienter durchgeführt und das Vertrauen in CT-Messergebnisse gestärkt werden. Mit der CT soll eine durchgehende Qualitätssicherung bei der Produktion von Präzisionsbauteilen aus Kunststoff ermöglicht werden. So kann diese Technologie neue Märkte und Branchen adressieren und als Messverfahren der Koordinatenmesstechnik etabliert werden.




Das Projekt wird gefördert von der DFG und CAPES innerhalb der gemeinsamen Initiative Brazilian German Collaborative Research Initiative on Manufacturing Technology – BRAGECRIM