Arbeitskreis

 

Werkzeugschnittstelle


Die Thematik der Werkzeugschnittstelle und des Spannsystems wurde am WZL bereits in der Vergangenheit in verschiedenen Arbeitskreisen sowie Forschungs- und Industrieprojekten behandelt. Seitdem hat sich am Markt eine Vielzahl von Schnittstellensystemen (HSK, SK, Big+, Capto, KM, etc.) etabliert, die jeweils systembedingte Vor- und Nachteile aufweisen. Anfragen von Anwendern und Herstellern haben in letzter Zeit gleichermaßen gezeigt, dass es zurzeit an objektiven Daten fehlt, auf deren Basis die Wahl für eine Schnittstellenvariante getroffen werden kann. Aufgrund vieler offener Fragestellungen wurde zusammen mit zahlreichen Unternehmen aus der Industrie der „Arbeitskreis Werkzeugschnitstelle“ gegründet. Das Ziel des Arbeitskreises ist es, die verschiedenen Schnittstellen und Spannsysteme hinsichtlich ihrer Eigenschaften unabhängig zu untersuchen und ggf. Optimierungsansätze aufzuzeigen. Im Rahmen des Industriearbeitskreises ist es zudem möglich, flexibel auf aktuelle Problemstellungen rund um die beschriebenen Themen einzugehen.

Aktuell werden im Arbeitskreis Versuche durchgeführt, bei denen die Auswirkungen verschiedener Einflussfaktoren auf das statische Biege- und Torsionsverhalten untersucht werden. Hierbei sind insbesondere die Betrachtung von Fertigungstoleranzen, Auswerteverfahren, Art der Belastung, Einzugskraft und Oberflächenbeschaffenheit notwendig.

Da neben den statischen Eigenschaften besonders für die rotativen Anwendungen das Verhalten unter Drehzahleinfluss entscheidend ist, wird parallel zu den statischen Untersuchungen ein schnelldrehender Prüfstand aufgebaut. Dieser erlaubt es, die Schnittstellen im Grenzdrehzahlbereich zu testen. Mit Hilfe des Rotationsprüfstandes sollen die Schnittstellen hinsichtlich Eigenschaften wie Biegesteifigkeit und Drehzahleignung untersucht werden. Mittels eines ebenfalls neu konstruierten Spannkraftmessgerätes kann zudem der Einfluss der Drehzahl auf die anliegende Spannkraft untersucht werden. Alle messtechnisch ermittelten Ergebnisse werden dazu verwendet, Simulationsmodelle der Schnittstellensysteme aufzubauen und diese mit der Realität abzugleichen.


Gruppen



 

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Ansprechpartner(in):
Christian Bergs, M.Sc. RWTH
 
Herwart-Opitz-Haus 54A 303
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Fax: +49 241 80-22293
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