Karriere am WZL

 

Masterarbeit oder Bachelorarbeit

am Forschungsbereich Technologie der Fertigungsverfahren, Abteilung Schleifen, Umformen und Technologieplanung, Gruppe Umformende Fertigungsverfahren
 

Untersuchung von Schadensursachen beim Feinschneiden

Das Feinschneiden ist gegenüber dem Normalstanzen ein Verfahren, das sich durch sehr gute Maßhaltigkeit und hervorragende Schnittflächenqualität auszeichnet, sodass viele Nachbearbeitungsschritte entfallen können. Die Unterscheidungsmerkmale zum Normalstanzen sind ein kleinerer Schneidspalt sowie der Einsatz eines Gegenhalters und einer hohen Niederhalterkraft. Durch den engen Schneidspalt steigen jedoch auch die Belastungen und die Anforderungen an die Aktivelemente Stempel, Gegenhalter, Matrize und Führung, da die Beanspruchung der Aktivelemente bereits durch geringe Führungsfehler stark ansteigen kann. In vergangenen Versuchen kam es zum unerwarteten Stempelbruch. Zur Analyse der Versagensursachen ist daher eine umfangreichere Betrachtung des Feinschneidens unter Einbezug des Gesamtwerkzeugs erforderlich.

 
Das Ziel der Arbeit ist die Erklärung des Stempelversagens anhand der Stempelbelastung beim Feinschneiden einer Analogiegeometrie. Dabei wird insbesondere die Steifigkeit des Gesamtwerkzeugs experimentell und numerisch untersucht.

Im Rahmen der Abschlussarbeit werden die Schadensbilder analysiert, die an Schneidstempeln aus früheren Versuchen aufgetreten sind, um Rückschlüsse auf die Beanspruchung zu ziehen. Anhand von numerischen FEM-Simulationen wird das Gesamtwerkzeug näher untersucht.

Deine Aufgabe ist es, ein Simulationsmodell zu erstellen, welches die Schadensbilder anhand des elasto-mechanischen Verhaltens des Gesamtwerkzeugs erklärt. Zusätzlich werden metallografische Untersuchungen der Schadensbilder an den gebrochenen Schneidstempeln durchgeführt, um die Schadensursachen nachzuvollziehen. Mithilfe des Simulationsmodells werden die Schadensbilder reproduziert.
 
Voraussetzungen:
– Motivation und Einsatzbereitschaft
– Interesse an Fertigungsverfahren und Produktionstechnik

Geboten wird:
– Umfangreiche Betreuung
– Abgegrenzte Aufgabenstellung
– Einarbeitung in die Methodik der numerischen Simulation
– Eigenverantwortliche Analyse der Schadensbilder
Bearbeitung ab sofort möglich
Zeitaufwand: 30,00 Arbeitsstunden

Ansprechpartner(in):
Herman Voigts, M.Sc. RWTH
 
Cluster Produktionstechnik 3A 332
Tel.: +49 241 80-24979
Fax: +49 241 80-22293
Mail: H.Voigts@wzl.rwth-aachen.de