Konsortial-Benchmarking „Gestaltung von globalen Produktionsnetzwerken“
Die Gewinner stehen fest

 

„Was zeichnet exzellente Produktionsnetzwerke aus?“, war die zentrale Frage der Benchmarking-Studie „Gestaltung von globalen Produktionsnetzwerken“, die das WZL der RWTH Aachen zusammen mit einem Industrie-Konsortium seit 2015 durchführte. Nun stehen die Successful-Practice Unternehmen Brose, Daimler (Truck Powertrain), Grünenthal, Hirschvogel Automotive Group, KHS Group und Siemens (PG - Steam Turbines) als Benchmark-Gewinner fest.

Um zu gewinnen, mussten die Unternehmen das Industrie-Konsortium, bestehend aus EagleBurgmann, Dräger, Henkel, Miele, SMS group, Weidmüller, WMF und Zahoransky gleich zweifach überzeugen: Zunächst galt es sich gegenüber mehr als 50 anderen Unternehmen bei der Beantwortung des Fragebogens durchzusetzen. Konkret wurden Fragen zu den Themen Produktionsstrategie, Netzwerkgestaltung, globales Prozessmanagement, Umsetzungsplanung sowie der Verankerung im Unternehmen abgefragt. Anschließend konnte sich das Konsortium bei Vor-Ort Besuchen von den Ansätzen und Methoden der Successful-Practice-Unternehmen überzeugen.



Sowohl die beantworteten Fragebögen, als auch die Erkenntnisse der Vor-Ort-Besuche, wurden anschließend vom WZL der RWTH Aachen ausgewertet und die Ergebnisse im Rahmen der Preisverleihung dem Konsortium und den Succesful-Practice-Unternehmen präsentiert. Heraus gekommen sind acht Handlungsmaxime, die Unternehmen bei der Gestaltung exzellenter Produktionsnetzwerke beachten sollten.
Handlungsmaxime: Unternehmen mit exzellenten Produktionsnetzwerken…

…produzieren dort, wo Ihre Kunden sind
…nutzen Skaleneffekte und konzentrieren Kompetenzen an ausgewählten Standorten
…verfolgen eine klare Wertstromausrichtung ab der Fabrikplanung und im Netzwerk
…etablieren einen stringenten Entscheidungsprozess in der Aufbau- und Ablauforganisation
…gestalten ihr Netzwerk anhand ihrer Kernkompetenzen schnell und agil
…setzen Standards gezielt ein, um das Netzwerk zentral zu managen
…verstehen die Netzwerkgestaltung als Top-Managementaufgabe
…fördern eine Kultur des Miteinanders und kommunizieren auch schwierige Entscheidungen direkt und transparent

Gründung der „Global Production Community“
Auf Anregung vom WZL der RWTH Aachen und auf Wunsch der teilnehmenden Unternehmen soll das Gelernte weiter entwickelt werden und der Austausch zwischen Unternehmen intensiviert werden. Die „Global Production Community“ stellt dazu eine Netzwerk-Plattform für alle interessierten Unternehmen dar, die Interesse an einem strukturierten Austausch zum Thema Netzwerkgestaltung haben. In regelmäßigen Arbeitstreffen werden Prinzipien, Methoden und Werkzeuge gemeinsam erarbeitet und Ideen, Ansätze und Erfahrungen diskutiert. Während die konstituierende Sitzung bereits für den November geplant ist, ist ein Einstieg als Community-Partner für alle Unternehmen auch noch zu einem späteren Zeitpunkt jederzeit möglich.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Bastian Fränken

Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen
Lehrstuhl für Produktionssystematik - Abteilung Produktionsmanagement
Telefon: +49 241 80-20618
E-Mail: b.fraenken@wzl.rwth-aachen.de