Kernkompetenz
Gestaltung einsatzgerechter Prozessketten

 

Die Prozesskette beschreibt die notwendigen Prozessschritte vom Rohmaterial zum einbaufertigen Zahnrad. Die Fertigung bis zum finalen Bauteil lässt sich in drei Hauptschritte unterteilen: Vorbearbeitung, Verzahnungsfertigung und Fertigbearbeitung. Für jeden Hauptschritt stehen jeweils eine Reihe von Fertigungstechnologien zur Verfügung. Wann welches Verzahnverfahren sinnvoll einsetzbar ist hängt von wirtschaftlichen und technologischen Randbedingungen ab. Insgesamt hängt die Exzellenz der Fertigung von der Wahl des richtigen Verzahnverfahrens ab sowie davon, ob die gewählte Maschine die Anforderungen hinsichtlich Flexibilität und Produktivität erfüllt.

Die Fertigung von Zahnrädern erfordert eine hohe Produktivität und Qualität der Fertigungsprozesse. Die Wahl der einzelnen Fertigungsverfahren und ihre Kombination zur Prozesskette muss vor dem Hintergrund der funktionalen Anforderungen an das fertige Produkt erfolgen. Bei der Zahnradfertigung ist insbesondere die erreichbare Qualität entscheidend. Einerseits ist die Verzahnungsqualität das maßgebliche Kriterium des Fertigproduktes, andererseits kann sie bereits bei vorgelagerten Prozessschritten die Auswahl der verfügbaren Fertigungstechnologien einschränken. Der langfristige Erhalt der technologischen Überlegenheit ist die Grundvoraussetzung für die wirtschaftliche Stabilität von Unternehmen. Die Auslegung und die Optimierung von Fertigungsprozessketten auf Grundlage der aktuellen technologischen Entwicklungen ermöglicht es, Wettbewerbsvorteile und technologische Innovationen zu generieren.
Deshalb muss eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesskette, der Fertigungstechnologien, der Verzahnung und ihrer Funktion erfolgen, um Produktanforderungen und neuste Fertigungstechnologien innerhalb der Prozesskette stets aufeinander abzustimmen.

Die WZL Abteilung Getriebetechnik legt Prozessketten auf Grundlage virtueller Fertigungsprozessbetrachtungen sowie einer umfassenden Datenbasis aus der industriellen Praxis aus. Der virtuelle Ansatz erlaubt eine Vorbetrachtung der erforderlichen Toleranzen des Vorprozesses für nachgelagerte Prozessschritte. Daraus resultieren robuste Prozessketten mit auf das Einsatzverhalten der Werkzeuge und Prozesse abgestimmten Toleranzfeldern. Die ganzheitliche Betrachtung und die Abstimmung mehrerer Fertigungsschritte ermöglicht somit die Generierung entscheidender Wettbewerbsvorteile gegenüber der Optimierung der Einzelschritte. Die Konzentration von Wissen in den Bereichen Fertigung, Verzahnungsauslegung, Tragfähigkeit und Akustik am WZL ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung von Verzahnungen von der Konzeptionierung bis zur Qualitätsprüfung.
Das Ziel der einsatzgerechten Prozesskettenauslegung in der WZL Getriebeabteilung ist eine Kombination von bereits verfügbarer und innovativer neuer Fertigungstechnologien zu einer Prozesskette zu finden, die neben den technologischen Möglichkeiten die funktionellen Anforderungen an das Zahnrad berücksichtigt. Die Berücksichtigung der Bauteilfunktion und der Möglichkeiten der funktionsgerechten Fertigung ermöglichen zusätzliche Freiheitsgrade bei der Prozesskettengestaltung. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Projektteams aus den Bereichen Auslegung, Fertigung und Zahnraduntersuchung werden zusätzliche wirtschaftliche und funktionale Vorteile generiert, die in der konventionellen Produktionsplanung im industriellen Umfeld oft nicht möglich sind.

Das Ziel: Individuelle Lösungen
- Analyse und Optimierung von Produktivitätspotenzialen in bestehenden Prozessketten
- Auswahl und Auslegung von Prozessketten für Neuprodukte
- Integration innovativer Technologien in bestehende Prozessketten




 

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