Forschungsbereich
Standardisierte Prüfverfahren für Getriebeöle

 

Die Wahl des Schmierstoffs beeinflusst wesentlich die Fresstragfähigkeit, Graufleckentragfähigkeit, Grübchentragfähigkeit und den Wirkungsgrad von Verzahnungen. Es ist üblich, dass neue Getriebeöle vor der Markteinführung genormte Prüfverfahren zur Beurteilung des Schmierstofftragfähigkeit durchlaufen. Die Versuchsergebnisse werden in Form von Schadenskraftstufen, Lebensdauern oder GF-Klassifizierungen in den Datenblättern der jeweiligen Produkte festgehalten und dienen dem Konstrukteur als Vergleichsgrundlage zur Auswahl eines geeigneten Getriebeöls.

Das WZL verfügt über Zahnradverspannungsprüfstände gemäß DIN 51354 bzw. DIN EN ISO 14635, die zur Beurteilung der Schmierstofftragfähigkeit eingesetzt werden. Am WZL können insbesondere folgende Ölprüfverfahren durchgeführt werden:

Fresstest nach DIN ISO 14635-1 (A/8,3/90)
Schnelllauf-Fresstest nach DIN ISO 14635-2 (A10/16,6R/120)
Graufleckentest nach FVA 54 (C-GF)
Graufleckenkurztest nach DGMK 575
Pittingtest nach FVA 2/IV (C-PT)
Praxisnaher Pittingtest nach FVA 371 (C-PTX)
Kurzzeit-Pittingtest nach DGMK 16/2006 (KPTX)

Das WZL ist durch Flender Gear Units freigegeben als neutrales Testlabor für FZG Fresslasttest und den FZG-Schnelllauf Fresslasttest gemäß der Siemens MD Ölfreigabespezifikation, gültig bis mindestens 3. Februar 2022.

 



 

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Ansprechpartner(in):
Rene Greschert, M.Sc.
 
Manfred-Weck-Haus 107
Tel.: +49 241 80-23620
Fax: +49 241 80-22293
Mail: R.Greschert@wzl.rwth-aachen.de

 

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